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Riesentorlauf-Gold an Französin Worley - Bronze für Fenninger

Französin Tessa Worley ist Riesentorlauf-Weltmeisterin 2013.
Französin Tessa Worley ist Riesentorlauf-Weltmeisterin 2013. ©EPA
Die Französin Tessa Worley ist Riesentorlauf-Weltmeisterin. Die 23-Jährige, vor zwei Jahren in Garmisch bereits WM-Dritte, gewann am Donnerstag in Schladming mit Bestzeit in beiden Läufen souverän vor Sloweniens Superstar Tina Maze (1,12 Sek.) sowie der Salzburgerin Anna Fenninger (1,18). Die Niederösterreicherin Kathrin Zettel (1,54), nach dem ersten Durchgang noch Zweite, landete auf Platz vier.

Für Worley ist es die zweite WM-Goldmedaille nach dem Triumph im Teambewerb 2011 mit Frankreich, das nun nach der achten von elf Entscheidungen der 42. alpinen Ski-WM mit zwei Goldenen sowie je einer Silbernen und Bronzenen den Medaillenspiegel anführt. Für Maze war es nach Super-G-Gold und Super-Kombi-Silber die bereits dritte Medaille in Schladming. Die 23-jährige Halleinerin Fenninger sorgte für die vierte ÖSV-Medaille bei der Heim-WM (1/0/3).

Worley war nicht zu schlagen

Die nur 1,58 m große Französin war die überragende Läuferin des Tages. Die 23-Jährige fräste vor 21.500 Zuschauern im einzigen Frauenbewerb auf dem Herrenhang zweimal Laufbestzeit in den eisigen Planai-Hang. Die unter Muskelschmerzen leidende Maze hat trotz ihres “schlechtesten ersten Laufs jemals” nun wie Maria Höfl-Riesch bereits drei Schladming-Medaillen.

“Qualifikantin” Michaela Kirchgasser schied schon im ersten Durchgang aus, Elisabeth Görgl war mit falschem Setup schon nach Lauf eins chancenlos und wurde am Ende nur 23. Viel stärker fuhr Slalom-Ass Mikaela Shiffrin, die erst 17-jährige Amerikanerin überraschte als Gesamt-Sechste.

Während Fenninger auch im Finale die drittbeste Laufzeit gelang, wurde Zettel nach nur 16.-bester Zeit auf den undankbaren vierten Rang zurückgeworfen. “Natürlich ist das der undankbarste Platz. Aber Weinen hilft nix, ich habe ja noch eine Chance”, sagte Zettel, die schon als Kombi-Fünfte knapp an einer Medaille dran gewesen war.

Fenninger darf sich freuen

Fenninger benötigte eine Weile, um ihrer Freude Lauf zu lassen. Zu groß war die Last auf der von den heimischen Erwartungen fast erdrückten Salzburgerin gelegen. Die vierte und letzte Chance nahm sie aber wahr. “Dabei habe ich wegen des ganzen Drumherum schon nicht mehr dran geglaubt”, gestand die vor jedem Rennen zur Mitfavoritin gestempelte Adneterin. Die 23-Jährige hatte deshalb bei einem kurzen Heimurlaub den “Reset-Knopf” gedrückt. “Mein ganzes Umfeld hat verdient, dass wir jetzt endlich feiern.”

Worley war nach ihrer Machtdemonstration im siebenten Himmel. “Da ist ein Traum wahrgeworden. Ich wusste, dass mir dieser schwierige Hang liegt”, jubelte die kleine Französin, die das bereits zweite Gold für die wiedererstarkte “Grande Nation” eroberte.

 

Endstand:
1. Tessa Worley FRA 2:08,06
2. Tina Maze SLO 2:09,18
3. Anna Fenninger AUT 2:09,24
4. Kathrin Zettel AUT 2:09,60
5. Frida Hansdotter SWE 2:10,34
6. Mikaela Shiffrin USA 2:10,36
7. Lara Gut SUI 2:10,44
8. Marie-Michele Gagnon CAN 2:10,69
9. Maria Höfl-Riesch GER 2:11,08
10. Ana Drev SLO 2:11,21
11. Manuela Mölgg ITA 2:11,39
. Viktoria Rebensburg GER 2:11,39
13. Jessica Lindell-Vikarby SWE 2:11,77
14. Irene Curtoni ITA 2:11,85
15. Tanja Poutiainen FIN 2:12,10
16. Marion Bertrand FRA 2:12,14
17. Veronique Hronek GER 2:12,18
18. Maria Pietilä-Holmner SWE 2:12,32
19. Emi Hasegawa JPN 2:12,37
20. Anne-Sophie Barthet FRA 2:12,39
21. Ragnhild Mowinckel NOR 2:12,74
22. Julia Mancuso USA 2:12,80
23. Elisabeth Görgl AUT 2:13,25
24. Daria Astapenko RUS 2:13,37
25. Mona Löseth NOR 2:13,43
26. Wendy Holdener SUI 2:13,63
27. Tina Weirather LIE 2:13,65
28. Marie-Pier Prefontaine CAN 2:13,77
29. Nina Löseth NOR 2:16,32
Out:
. Sara Hector SWE  

(APA)

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