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Riesen-Möwen machen sich am Bodensee breit

Die Lachmöwe (links) und die Mittelmeermöwe (rechts) sind nicht unbedingt einander freundlich gesinnt.
Die Lachmöwe (links) und die Mittelmeermöwe (rechts) sind nicht unbedingt einander freundlich gesinnt. ©VOL.AT/Paulitsch, Wikicommons/Boratto ©VOL.AT/Rauch, Wikicommons/Boratto
Bisher war der Bodensee vor allem das Revier der Lachmöwe. Nun wird sie jedoch immer seltener - und große Möwen aus dem Mittelmeer machen ihr Konkurrenz.

Wer sich am Bodensee aufhält, ist der Anblick der Lachmöwe gewohnt: rötlicher Schnabel, im Sommer eine dunkle Färbung des Kopfes, eher kleine Statur, oft in der Nähe eines Hafens. Inzwischen fallen jedoch auch regelrechte "Riesenmöwen" auf, die eher mit den Schwänen mithalten wie mit ihren Artgenossen. Nur zum Vergleich: Die übliche Lachmöwe kommt auf eine Körperlänge von bis zu 40 Zentimeter und um die 90 Zentimeter Spannweite. Die Mittelmeermöwe ist 20 Zentimeter größer und hat eine Spannweite von bis zu 140 Zentimetern.

Die Lachmöwe im Winterkleid, erkennbar am weißen Kopf. (VOL.AT/Paulitsch)

Zahl der Lachmöwen sinkt

In den 1960ern nahm ihre Zahl stark zu, die Lachmöwe erwarb den Ruf eines lästigen Schädlings. Nun wird sie vor allem am westlichen Bodenseeufer beinahe vermisst. Während die Zahl der Seevögel am Vorarlberger Ufer noch recht konstant sei, vermerkt man am deutschen und Schweizer Ufer Rückgänge.

Großmöwen aus dem Süden

Gleichzeitig dringen andere Großmöwen an den Bodensee. Ursprünglich vor allem als Winterquartier, werden große Möwen wie die Mittelmeermöwe, Steppenmöwe und Schwarzkopfmöwe zum Dauergast. Die Mittelmeermöwe begann bereits in den 1960ern mit den ersten Brutversuchen am See.

Die Mittelmeermöwe. (Wikicommons/Francisco Boratto)

Mittelmeermöwe seit 50 Jahren da

Für die Lachmöwe sind die größeren Möwen während der Brutzeit eher ein Ärgernis. Die Mittelmeermöwe ist den jungen Lachmöwen sogar ein Fressfeind. Eine Konkurrenzsituation zwischen den verschiedenen Möwenarten sieht Johanna Kronberger von Birdlife Vorarlberg jedoch nicht.

Fuchs und Überschwemmungen

So leiden die Lachmöwenkolonien vor allem unter Überschwemmungen, aber auch anderen Fressfeinden. Der Fuchs ist im ganzen Rheintal auf dem Vormarsch, er profitiert von der Trockenlegung des Rieds. Die Nester der Lachmöwe sind nicht einmal auf Inseln vor dem Nesträuber sicher. Der Fuchs habe beinahe der gesamte Nachwuchs der Lachmöwe des vergangenen Jahres auf seinem Gewissen.

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