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Riebelmais am Alten Rhein

Schüler der VMS Höchst ernten am Alten Rhein den selbst gepflanzten Mais.
Schüler der VMS Höchst ernten am Alten Rhein den selbst gepflanzten Mais. ©Naturpark Alter Rhein
Türgga-Riebel in Höchst

Am Alten Rhein in Höchst wächst wieder “Türgga”, der Vorarlberger Riebelmais. Aussaat und Ernte führten Schülerinnen und Schüler der Vorarlberger Mittelschule Höchst durch, die Anregung kam von der Betriebsgesellschaft des Naturparks am Alten Rhein.

Die Betriebsgesellschaft ist für die Landschaftspflege entlang des Alten Rheins vom Bruggerhorn bis zum Eselschwanz zuständig. In diesem Bereich wird nunmehr die Pflege durch Beweidung mit Schafen, Ziegen, Pferden gegenüber der Bewirtschaftung mit Maschinen vorgezogen.

Die Aufgaben der Naturpark GmbH waren bisher auf Tierprojekte beschränkt. Auf Initiative von Geschäftsführer Anton Mayer werden entlang des Spazierweges ein Waldlehrpfand und verschiedene Projekte mit Pflanzen entstehen.

Das erste dieser Projekte ist der “Höchster Riebelmais”. Als Betreuer dieses Vorhabens konnte die 3d Klasse der Mittelschule Höchst unter Leitung von Klassenvorstand Monika Spiegel gewonnen werden.

Im Frühjahr 2010 wurde das Maisfeld in einer Größe von 4 Ar vorbereitet. Die Aussaat erfolgte Ende Mai, laufend wurden Pflegemaßnahmen durchgeführt und nun wurde die Ernte eingefahren.

Schüler begeistert

Monika Spiegel konnte die Schüler von Anfang an für das Projekt begeistern. Faszinierend war die Grundidee, das Hauptnahrungsmittel vergangener Zeit den Jugendlichen von der Saat bis zur Ernte, vom Kochunterricht bis zum Genuss zu vermitteln.

Kulturgeschichte des “Türgga”

Von Italien kam der ursprünglich aus Südamerika importierte Mais über den Splügenpass ins Rheintal und somit nach Vorarlberg. In der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde der “Türgga” (Riebelmais) im Rheintal erstmals angepflanzt. Als Höhepunkt des “Türgga”-Anbaues wird das Jahr 1869 genannt. Damals wurden insgesamt 1.832 ha (damals mit 3.071 Joch angegeben) mit Schwerpunkt im Bezirk Dornbirn angebaut.

Verwendung von Riebelmais

Bis in die 1960er Jahre gab es in vielen Vorarlberger Familien beinahe täglich Riebel aus “Türgga” (Riebelmais) und er wird auch heute noch von manchen geschätzt. Traditionell wird im unteren Rheintal auch “Hafaloab” mit Riebelmais und anderen Zutaten als Beilage zu Hauptgerichten hergestellt.

Riebel am Höchster Markt

Die Schüler der Mittelschule Höchst verwöhnen Sie beim Höchster Markt am 27.11.2010 auf dem Kirchplatz mit selbstgemachtem Riebel aus selbst geerntetem “Türgga” und servieren dazu Apfelmus.

Riebelrezept für 4 Personen:

300 g Riebelmais, 6oo ml Milch, 1/2 EL Butter, 1 TL Salz, 1 EL Butter zum Braten
In die kochende Milch Salz und 1/2 EL Butter geben, den gemahlenen Mais einrühren, zudecken und aufquellen lassen. Dann mit der Butter langsam knusprig braten.

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