"Rickroll" gelöscht: YouTube sperrt Original-Video zu Internet-Schmäh

"Rick Rolled": Internetschabernack lässt Rick Astley auferstehen.
"Rick Rolled": Internetschabernack lässt Rick Astley auferstehen. ©YouTube/Screenshot
Ein kleiner Aufschrei geht durchs weltweite Netz: Das oft verlinkte Video zum Lied "Never Gonna Give You Up" von Rick Astley ist - aus bislang unbekannten Gründen - in einzelnen Ländern von YouTube blockiert worden.
"Gerickrollt" vom Weißen Haus
Archiv: iPhone-Wurm mit Rick Astley

Rund sieben Jahre lang war der schräge Video-Clip zu “Never Gonna Give You Up” unter dem unscheinbaren Namen “RickRoll’D” online, in dieser Zeit konnte er rund 70 Millionen – meist unfreiwillige – Abrufe verzeichnen. Das One-Hit-Wonder von Rick Astley erlebte ab 2007 einen neuen Popularitätsschub im Internet, wenn wohl auch nicht ganz im Sinne des Künstlers: Beim “Rickrolling” werden Nutzer unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, etwa getarnt mit reißerisch klingenden Titeln wie “Britney Spears naked“, immer wieder zum etwas bizarren 80er-Jahre-Video des Engländers geführt. Der Link zum Video ist dabei meist getarnt, etwa durch einen URL-Shortener.

Auch YouTube und Weißes Haus machten mit

Der “Rickrolling”-Trend wurde zum Massenphänomen, auch YouTube selbst sprang auf den Zug auf: Am 1. April 2008 führte jeder Klick auf ein Featured-Video zu Rick Astley. Sogar das Weiße Haus in Washington ließ sich den Spaß nicht nehmen und “rickrollte” im Juli 2011 einen Twitter-Nutzer, der sich über die Debatte des Tages beschwerte.

Clip in Österreich weiter abspielbar

Rund 70 Millionen Klicks später ist der originale “Rickroll”-Clip nun verschwunden, wie das US-Magazin Billboard entdeckte – zumindest teilweise. Das Video wurde in mehreren Ländern gesperrt, unter anderem auch in den USA. Für Österreicher scheint das Video “RickRoll’D” von Nutzer “cotter548” jedoch nach wie vor erreichbar zu sein. Auch Nutzer aus Kanada, Großbritannien und Indien erfreuen sich laut Kommentaren auf YouTube nach wie vor an dem Werk.

Die Gründe für die Sperre in mehreren Ländern sind noch unklar, auch YouTube hat bislang keine Stellungnahme dazu abgegeben. Fans des Rickrolling brauchen sich aber trotzdem keine Sorgen zu machen: Schon seit 2009 gibt es auf YouTube ohnehin eine offizielle, von Vevo hochgeladene Version des Clips. Für künftige “Rickrolls” muss also nur der Link getauscht werden. (APA, Red.)

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