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Richtig leben in der Kirche

Bregenz - Das sieht man gleich, ob einer echt beteiligt ist. Das rote Papierherz, das zu Boden ging, hebt Armin Heim im Vorübergehen auf und heftet es sorgsam wieder an die Kirchenbank.

In der Herz-Jesu-Kirche ist er zu Hause. Dass sie den markanten Backsteinbau oberhalb der Bregenzer Innenstadt in den Fünfzigerjahren verputzen wollten, lässt ihn heute noch schaudern. Stattdessen hat Architekt Karl Sillaber Anfang der Neunzigerjahre die neugotische Hallenkirche mit viel Gespür restauriert. Und nun ist sie 100 Jahre alt. Das verkünden auch die Papierherzen. „100 Jahre Herz Jesu“. Das wollte gefeiert werden. Sie taten das ein Jahr lang. Armin Heim hat mit seinem Team die 31 Veranstaltungen in zwölf Monaten koordiniert. „Jetzt sind alle ein bisschen müde.“ So müde aber auch wieder nicht. Denn die gut 100 Bregenzer der Kernteams haben einige Übung. Man denke nur an die Jasserrunde. Die drischt die Karten seit 15 Jahren zugunsten von Herz Jesu. „Rund 25.000 Euro haben wir erspielt.“ Oder die Selbstbesteuerungsgruppe: In Äthiopen hat Herz Jesu eine Schule bauen lassen. Denn „Feiern heißt Teilen“.

Katholisch geprägt

Armin Heim, Chorsänger, Lektor und Pfarrgemeinderat, spricht mit Begeisterung von seiner Kirche. Sie war ihm stets nah. „Ich komm schon aus einer katholischen Schulklasse.“ Vier Mitschüler wurden Priester, darunter der heutige Pfarrer Arnold Feurle. In dessen Garten entstand die Idee zum Verein „Musik in Herz Jesu“. Musicals, Open Airs, prächtige Orgelkonzerte, all das gedeiht in Herz Jesu, weil Menschen wie Armin Heim ihre Pfarrgemeinde einfach wichtig finden.

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