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Richter wollen Briatore zu Aussage zwingen

Italien - Die Mailänder Richter wollen den Chef des Renault-Rennstalls, Flavio Briatore, zwingen, am 8. Juni bei dem Korruptionsprozess gegen Silvio Berlusconi in Mailand als Zeuge auszusagen.

Briatore soll über seine Beziehungen zu Berlusconi und seinem britischen Anwalt David Mills berichten. Briatore hatte in einem Schreiben behauptet, er sei britischer Staatsbürger, und gebeten, in London befragt zu werden. Die Richter stellten jedoch auf Grund der letzten Wohnsitze fest, dass Briatore italienischer Staatsbürger sei. Er müsse von der Polizei begleitet an der kommenden Gerichtsverhandlung teilnehmen.

In einer am Freitag veröffentlichten Presseaussendung bestritt Briatore, dass er nicht vor Gericht aussagen wolle. Er habe bereits am 14. Mai 2005 vor den Staatsanwälten ausgesagt. Da dies für mediales Aufsehen gesorgt hatte, habe er die Mailänder Richter gebeten, in London vernommen zu werden, sagte Briatore.

Die Staatsanwaltschaft wirft Berlusconi vor, Mills 1997 600.000 Dollar (456.066 Euro) bezahlt zu haben, damit dieser in Prozessen gegen sein TV-Unternehmen Mediaset Falschaussagen macht. Beide Männer haben die Vorwürfe zurückgewiesen. Mills ist der Ehemann der britischen Kulturministerin Tessa Jowell, lebt aber von ihr getrennt.

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