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Rice drängt Peking zu Dialog mit dem Dalai Lama

©AP
US-Außenministerin Condoleezza Rice hat die chinesische Führung aufgefordert, Gespräche mit dem Exil-Oberhaupt der Tibeter, dem Dalai Lama, aufzunehmen. Die USA dränge die chinesische Führung schon seit Jahren zu einem Dialog, sagte Rice am Montag auf dem Flug nach Moskau.

“Ich hoffe, dass sie noch einen Weg findet, das zu tun.” Der 14. Dalai Lama, Tenzin Gyatso, sei eine “Autoritätsperson”, deren moralisches Gewicht zu einer Lösung des Tibet-Problems beitragen könne. Das russische Außenministerium erklärte dagegen, der Dialog mit dem Dalai Lama sei eine “interne Angelegenheit” der chinesischen Führung. In einer Erklärung kritisierte das Außenministerium die Versuche, die Olympischen Spiele zu “politisieren”. Rice wollte zusammen mit US-Verteidigungsminister Robert Gates in Moskau über umstrittene Themen wie den US-Raketenabwehrschild reden. Auch die Lage in Tibet könnte zur Sprache kommen.

Im vergangenen Jahr hatte der Dalai Lama in Washington in Anerkennung seiner “herausragenden Beiträge zum Frieden, zur Gewaltfreiheit sowie für Menschenrechte und religiöse Verständigung” die Goldmedaille des Kongresses, die höchste zivile Auszeichnung der USA, erhalten. Peking hatte deswegen den USA eine schwere Belastung der bilateralen Beziehungen vorgeworfen. 1989 war der Dalai Lama mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

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