Ärger über L188-Baustelle im Montafon

Schruns - Die Montafoner Straße L188 ist die Haupterschließung der Talschaft Montafon. Dementsprechend hinterlässt der Verkehr Spuren. Bei der Bevölkerung und auch auf der Straße selbst.

So betrug beispielsweise der durchschnittliche Tagesverkehr im Jahr 2006 im Bereich St. Anton schon 13.5000 Fahrzeuge. Aus diesem Grund hat die Straßenbauabteilung den Ausbau der L188 im Bereich Schruns (von der Rätikonkreuzung talauswärts zum Ende der Illwerkesiedlung im Gemeindegebiet Bartholomäberg) beschlossen. Seit Ende Mai dauern die Bauarbeiten an, das Ende der Baustelle ist mit Ende Oktober anberaumt.

Zahlreiche Beschwerden

Im Zuge der Baumaßnahmen wird der gesamte Straßenoberbau der L 188 erneuert. Parallel zur Errichtung der Straße werden gleichzeitig Infrastruktureinrichtungen wie Leitungen für Trinkwasser, Strom, Fernwärme, TV-Kabel, etc. mit verlegt. Da sämtliche Bauarbeiten unter Aufrechterhaltung des Verkehrs ausgeführt werden müssen, kommt es seit Baustart zu entsprechend langen Staus. Gestern Vormittag beispielsweise betrug der Zeitverlust taleinwärts fast eine Dreiviertelstunde. „Das kann so nicht weitergehen“, bekommt Standesrepräsentant Erwin Bahl unzählige Beschwerden von genervten Bürgern zu hören.

Krisensitzung

Der Schrunser Bürgermeister hat deshalb beim Straßenbauamt des Landes interveniert. „Bei einer eigens anberaumten Krisensitzung haben wir die massiven Verkehrsbehinderungen durchleuchtet und intensiv nach Lösungen gesucht“, so Bahl. Das Land habe eingesehen, dass so lange Wartezeiten kaum zumutbar seien. Der Montafoner Landesrat Siegi Stemer und Verkehrslandesrat Karlheinz Rüdisser würden sich sehr für eine Verbesserung einsetzen. „Anfang nächster Woche gibt es die nächste Sitzung, bei der bereits eine Ausweichroute abseits der Straße für den Pkw-Verkehr detailliert besprochen wird“, zeigt sich Bahl zuversichtlich. Zumal das Land für die Baustelle zuständig ist und die betroffenen Gemeinden auf Eigeninitiative leider nichts ändern können.

Umstieg auf Bus und Bahn

Bahl verweist an dieser Stelle auch auf den Öffentlichen Personenverkehr, „der in solchen Situationen die komfortable und stressfreie Alternative zum eigenen Pkw ist.“ mbs-Vorstandsdirektor Bertram Luger ergänzt. „Wer auf Bus und Bahn umsteigt, trägt entscheidend zur Verminderung von Warte- und Stauzeiten bei und schont zudem noch den Geldbeutel und die Umwelt.“

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