Retro-Action für Nintendo-Freaks: "Metroid Dread" im Game-Test

"Das beste 'Metroid'" sagt der Ländle Gamer.
"Das beste 'Metroid'" sagt der Ländle Gamer. ©Ländle-Gamer
Kult-Klassiker im modernen Kleid: Das beste „Metroid“, von dem wir nicht wussten, dass wir es wollten.

(Switch) Während alle Welt auf „Metroid Prime 4“ wartet, überrascht Nintendo mit einem Titel, den kaum einer mehr auf dem Radar hatte. Vor über 15 Jahren hörten Gamer:innen das erste Mal von „Metroid Dread“. Damals schon begann die Entwicklung, wurde aber aufgrund der technischen Einschränkungen der damaligen Nintendo-Systeme ausgebremst. Nun endlich entfesselt die Switch das volle Potenzial des klassischen 2D-„Metroid“-Gameplays und bringt zusätzlich feinste Neuerungen an den Start. Kurzum: „Metroid Dread“ ist ein Pflicht-Titel für jede Switch-Sammlung!

"Metroid Dread" - Der Trailer

Wenn ein Game nach Jahren der Verschiebung in der Entwicklungshölle endlich veröffentlicht wird, ist das Ergebnis oftmals ein geschundenes Flickwerk. So etwas will man nicht spielen, sondern nur den Gnadenschuss geben. „Metroid Dread“ ist dagegen ein Phönix aus der Asche – mit allen spielerischen Stärken von früher, aufpoliert und perfektioniert mit den Mitteln von heute.

Das Gameplay

Heldin Samus Aran kämpft sich rasanter und flüssiger denn je durch die zweidimensionalen Level: Immer aufbauend auf dem Bekannten lernt sie neue Tricks und bekommt neue Ausrüstung. Dies befähigt „Metroid“-typisch, in zuvor unzugängliche Bereiche vorzudringen und der vielfältigen Gegnerschar besser Herrin zu werden. So kann sie jetzt beispielsweise Angriffe im richtigen Moment kontern. Die Boss-Kämpfe sind jedes Mal ein Erlebnis, knackig und lehrreich. Zusätzlich gibt‘s Adrenalin geladene Stealth-Einlagen. Einziger Kritikpunkt: Die Vielzahl an Fähigkeiten reizt die Tastenbelegung der Joycons etwas zu sehr aus.

Die Spielwelt

In puncto Level-Design zeigt „Dread“, was herauskommt, wenn Genre-Liebhaber am Werk sind: Die Regionen sind vielfältig und eindrucksvoll inszeniert, fordern spielerisch und beherbergen zahllose Secrets für Sammelwütige. Man kann durch das Game in 10 Stunden zum Finale rasen. Für das beste Spielerlebnis sollte man sich aber Zeit zum Erkunden nehmen – es lohnt sich.

Die Präsentation

„Metroid Dread“ genießt man am besten auf großen Bildschirmen, ist es doch eins der schönsten Spiele ever auf der Switch. Und das, obwohl die Level eigentlich auf 2D begrenzt sind. Die facettenreichen Landschaften, die butterweiche Animation, die Kampf-Special-Effects – das sind nur drei Bereiche in denen das Game grafisch absolut glänzt.

Die Story

„Dread“ führt die Story von „Fusion“ – der ursprünglichen Saga – fort und bringt sie zu einem denkwürdigen Ende. Dabei gibt‘s nicht nur einen neuen Grund, warum man schon wieder ohne die im Vorgänger gewonnenen Power-ups beginnt, sondern auch schöne Wendungen, neue Erkenntnisse und durchaus auch Emotionen. Im Grunde ist das Game gebaut wie ein guter Sci-Fi-Film. Die Vorgeschichte muss man nicht kennen, das Intro bringt alle rasch auf Stand.

Fazit

„Metroid Dread“ macht alles richtig und noch besser. Die Action bleibt griffig, ist nun aber noch rasanter. Dank einer fairen, aber fordernden Lernkurve und einer spannenden Story in einer sehenswerten Umgebung werden sowohl Frischlinge als auch altgediente Fans bestens bedient. „Metroid Dread“ ist das beste „Metroid“, von dem wir nicht wussten, dass wir es wollten – und mit Sicherheit einer der besten Teile der Saga. Unbedingt holen!

(VOL.AT)

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