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Reservieren und dann nicht kommen – nicht mit Gabriel von der Cucina: WKV reagiert

Gabriel Venturiello hat genug von Gästen, die Reservierungen nicht wahrnehmen und Tische blockieren. ©handout/Screenshot
Joachim Mangard (VOL.AT) joachim.mangard@russmedia.com
Gabriel Venturiello, Wirt des beliebten mediterranen Restaurants Gabriel's Cucina im Dornbirner Zentrum, hat genug und setzt ein deutliches Zeichen. Update: Reaktion der Wirtschaftskammer.

In Form eines empörten Postings auf Social-Media macht Gabriel Venturiello, passionierter Wirt von Gabriel's Cucina, seinem Ärger Luft.

Mitten in der Vorweihnachtszeit reservierte die Delegation eines Sozialpartners für 14 Personen. Gekommen sind dann nur sechs, und das zu spät.

"Bei so einem Gebaren hört es sich auf"

Das renommierte Lokal inmitten der Dornbirner Fußgängerzone hat Platz für 40 Gäste. Umso begehrter sind die Tische in Gabriel's Cucina.

Auf Social-Media zeigt sich Gabriel Venturiello empört. ©Screenshot/Facebook

"Gerade in der Vorweihnachtszeit vertrauen wir unserer Kundschaft, wenn es um schriftliche Reservierungen geht. Natürlich kann es immer vorkommen, dass man krank wird oder aus anderen Gründen nicht in unser Restaurant kommen kann. Dafür haben wir selbstredend Verständnis. Aber bei so einem Gebaren hört es sich einfach auf. Und der Tisch war für zwei Stunden blockiert", informiert der gebürtige Italiener gegenüber VOL.AT. Zumal die Delegation eines Sozialpartners auch noch frech wurde – "er solle nicht so tun", hieß es.

Heimweg ohne Verköstigung

Worauf die sechs erschienenen Gäste wieder den Heimweg antreten durften, ohne in den Genuss der feinen Küche der Cucina zu kommen. Denn wer Gabriel Venturiello kennt, weiß, dass er sich ungern auf der Nase herumtanzen lässt.

Cucina-Wirt Gabriel Venturiello aus Dornbirn. ©handout/Venturiello

"Es geht um Anstand und Respekt"

"Mir geht es einfach um Anstand und Respekt. Außerdem habe ich genügend Anfragen von Gästen, welche diese Plätze liebend gern in Anspruch genommen hätten", führt der Wirt fort. Von der Hinterlegung einer Kreditkarte im Rahmen der Reservierung und der Abbuchung eines Betrags möchte er aber auch in Zukunft absehen. Trotzdem werde er aber bei einem Nichterscheinen ohne triftigen Grund ab sofort 25 Euro verrechnen. Zumal es bei diesem "Verein" schon das zweite Mal passiert sei, so Wutwirt Venturiello abschließend.

Update: Reaktion der WKV

Auf das Posting des Dornbirner "Wutwirts" reagiert Kerstin Biedermann-Smith von der WKV folgendermaßen:

"Lieber Herr Gabriel, nach Rücksprache mit meinem Kollegen, bedauert er den Vorfall sehr, leider sind kurzfristig einige Funktionäre (Unternehmer:innen) erkrankt, oder waren beruflich verhindert und konnten nicht kommen. Ein Anruf war leider nicht möglich. Ein Aufkommen für den entgangenen Umsatz bzw. die Umstände wäre selbstverständlich gewesen, leider ist es aber soweit gar nicht gekommen, da die 6 Personen keine Möglichkeit bekommen haben, bei Ihnen zu konsumieren. Es war den Personen sehr unangenehm, so lautstark der Lokalität verwiesen geworden zu sein. Schade für beide Seiten. Generell empfehlen wir immer den Gästen bereits bei Reservierung klar die Stornoregeln bzw AGBs bei Erscheinen zu weniger Personen zu kommunizieren. Damit weiß der Gast auch, wie die Spielregeln sind und weiß um die Problematik, dass dieser Umsatz nicht wieder hereingeholt werden kann. Gerne schicke ich in unserem Newsletter nächste Woche Tipps für die AGB Formulierung mit. Sollten Sie den Newsletter nicht erhalten, gerne PN an mich oder Mail an tourismus@wkv.at."

Kerstin Biedermann-Smith (WKV).

Was Venturiello aber nicht auf sich sitzen lässt, denn der Cucina-Chef hat erwartungsgemäß eine etwas andere Sicht auf die Ereignisse des zur Debatte stehenden Abends:

"Ganz kann ich Ihren Kommentar so nicht stehen lassen. Auch ich finde es schade, wenn es so läuft, aber wahrscheinlich wäre mit einer Entschuldigung mehr erreicht worden, als mit dem Satz wir können auch gehen. (1 Person hatte es ja versucht) Dass Telefonieren nicht möglich war, stimmt auch nicht, weil ja um 19.30 Uhr angerufen wurde, zum Sagen das es eine halbe Stunde später wird. Selbst da hätte man noch auf die Absagen hinweisen können. Auch finde ich es etwas befremdend, mich über die AGBs zu belehren. Im Mail steht auch eindeutig drinnen, dass bei einer Personenänderung das bitte mitzuteilen ist. Was mir sehr leid tut ist, dass ich aus meiner Haut und meinem italienischen Temperament nicht immer rauskomme und mit einem entsprechend lauten Organ vom Herr Gott gesegnet wurde. Dafür möchte ich mich bei vielen Leuten in meinem Umfeld entschuldigen."

(VOL.AT)

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