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Renaissance der Seidenstraße als Tourismusroute

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Die Seidenstraße, der jahrtausendealte Handelsweg von China durch Zentralasien nach Osteuropa bzw. durch den Vorderen Orient an das Mittelmeer, erlebt in unserer Zeit eine touristische Renaissance als neue Verkehrsroute zwischen Asien und Europa.

Eine Renaissance aber auch als eine Kette von Touristenzielen, von denen einige von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Der Terminus „Seidenstraße“ stammt von dem deutschen Geographen und Chinaforscher Ferdinand von Richthofen (1833-1905).

Außer mit Seide brachten die Karawanen aus Ost- bzw. Zentralasien auch Tee, Pelze, Porzellan und anderen wertvollenKeramiken, Gewürze und Bronzewaffen in den Westen. In umgekehrter Richtung gelangten auf diesem Weg Gold, Edelsteine, Edelmetalle, Textilien, Elfenbein u.v.a. nach Zentralasien bzw. China. Doch war die Seidenstraße nicht nur ein Handelsweg, sondern auch eine bedeutende Austauschroute von Philosophien, Religionen, Kunst und Kultur in der Weltgeschichte – eine Informationsroute, würde man heute sagen. Die Seidenstraße, die im Zeitalter der Entdeckung der Seewege nach Asien ihre Bedeutung verloren hatte, durchquert Wüsten, Steppen, Hochgebirge, tiefe Täler und passiert besonders in ihrem zentralasiatischen Teil teilweise schon im Altertum berühmte Oasen und Städte. Dieser Teil Asiens war im Laufe seiner langen Geschichte immer wieder Sammelbecken oder Durchgangsstation von Völkern, Stämmen, Nomaden und Heereszügen, die alle ihre Spuren hinterlassen haben.

Die neuen unabhängigen Republiken Zentralasiens – Kasachstan, Kirgisien, Usbekistan, Turkmenien und Tadschikistan – sind jetzt bemüht, im Zuge ihres Weges in eine moderne Zukunft ihre vielfältigen Kulturschätze und Überreste vergangener Zivilisationen touristisch immer besser zu vermarkten und die entsprechende Infrastruktur auszubauen. Auch dass die UNESCO die Zentren der usbekischen Städte Samarkand, Buchara und Chiwa, sowie die Ruinen der alten Handelsmetropole Merv (Turkmenien) zum Weltkulturerbe erklärt hat, kommt den touristischen Bemühungen entgegen.

Die Regierungen der betreffenden Länder sind jetzt bemüht, durch ein umfangreiches Restaurierungsprogramm für die Erhaltung der Kulturschätze, vor allem jener aus der Zeit des Eindringens des Islam in der Region (etwa ab 700 n.Chr.) oder der Epoche von Timur Lenk und seiner Nachfolger (ab 1350 n. Chr.) Sorge zu tragen. Touristische Werbung wird auch mit dem Slogan „Märchen aus 1001 Nacht“ betrieben und verfehlt nicht seine Wirkung, wen man außer den herrlichen fliesenbedeckten Moscheen und Medrese (Koranschulen) auch die farbenprächtigen Basare, die Teppichherstellung, Seidenverarbeitung und die zahlreichen Folkloreveranstaltungen im Visier hat. Unbestrittener Höhepunkt jeder Zentralasienreise ist und bleibt ein Besuch der drei „Städteperlen“ Usbekistans: Samarkand, Buchara und Chiwa.

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