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Rekordfund: Winziger Frosch gehört zu "zehn skurrilsten Entdeckungen" von 2012

Sieben Millimeter großer Frosch ist das kleinste bekannte Wirbeltier der Welt.
Sieben Millimeter großer Frosch ist das kleinste bekannte Wirbeltier der Welt. ©Christopher C. Austin/ dpa
Nur ein Bruchteil der Artenvielfalt auf der Erde ist bisher bekannt. Zu den eigenartigsten Entdeckungen dieses Jahres gehören ein winziger Frosch und ein Affe mit leuchtend blauem Geschlechtsteil.
Skurrile Entdeckungen 2012

Ein nur sieben Millimeter großer Frosch ist jetzt das kleinste bekannte Wirbeltier der Welt. Damit hat es der Winzling auf neue Liste der zehn skurrilsten Entdeckungen des Jahres 2012 geschafft. Der Frosch mit dem lateinischen Namen Paedophryne amauensis lebt im Regenwald von Papua-Neuguinea. Er wurde von der Universität von Arizona in Tempe für die Liste ausgewählt.

Forscher von fleischfressendem Schwamm begeistert

Ein fleischfressender Schwamm begeisterte die Forscher mit seinen harfenähnlichen Armen. Es ist kein Wunder, dass er bisher verborgen blieb – Chondrocladia lyra lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien:

©MBARI/dpa

Viola lilliputana, ein Veilchen, das nicht einmal einen Zentimeter aus der Erde herausragt, hatte bisher unerkannt auf einer Ebene hoch in Perus Anden geblüht. Es dauerte ein halbes Jahrhundert, bis Biologen Proben aus den 1960er Jahren analysierten.

Affe mit leuchtend blauem Geschlechtsteil

Erstmals seit 28 Jahren stießen Biologen in Afrika auf eine noch unbekannte Affenart. Das Lesula-Äffchen lebt versteckt in der Lonami-Region des Kongo:

©Maurice Emetshu/ dpa

Es hat “menschenähnliche” Augen, männliche Tiere fallen außerdem durch einen leuchtend blauen Hautstreifen über ihrem Hinterteil und dem Geschlecht auf. Männchen wie Weibchen sollen das Morgengrauen lautstark mit einer ihnen eigenen Art von Affentanz begrüßen.

10 Millionen Arten unentdeckt

Nach Schätzung des Instituts in Arizona teilen sich zurzeit zehn bis zwölf Millionen Arten den Lebensraum Erde. Mikroben seien nur am Rande mitgezählt, hieß es. Angesichts des rapide fortschreitenden Artenverlusts sollte die Suche nach unbekannten Lebewesen erheblich Tempo zulegen, forderte der Direktor des Internationalen Instituts für Artenerkundung in Tempe, Quentin Wheeler. Derzeit würden rund 18 000 Arten pro Jahr entdeckt. Ziel sei, die fehlenden 10 Millionen bis etwa 2065 zu identifizieren. (dpa; red)

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