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Rekorde in allen Variationen

So schillernd wie seine Person, so variantenreich sind auch die Rekordmarken, die Bode Miller auf dem Weg zum Weltcup-Gesamtsieg setzte. Es gibt kaum eine Statistik, in der er nicht vertreten ist. Positiv wie negativ.

Die Fakten und Kuriositäten der Saison 2004/05:

GRAND SLAM MÄNNER: In nur 16 Tagen schaffte Miller den Weltcup-Grand-Slam mit Siegen in allen vier Disziplinen. Das gelang bei den Männern bisher erst Pirmin Zurbriggen, Kjetil Andre Aamodt und Günther Mader während der ganzen Karriere sowie Marc Girardelli als einzigem innerhalb einer Saison (1988/89 in 72 Tagen).

SERIEN: Cortina müsste in Götschl-City umgetauft werden. Die Steirerin feierte dort einen Hattrick und gewann auf der Tofana die Weltcuprennen sechs bis acht. Damit hat sie die Bestmarke von Ingemar Stenmark egalisiert, der in Madonna di Campiglio acht Weltcupsiege feierte. Auf sieben Siege am gleichen Ort brachten es Vreni Schneider und Anja Pärson (beide in Marburg).

OLDTIMER: Auch Cortinas berühmtester Sohn schrieb sich in die Rekordbücher ein. Kristian Ghedina ist bei 158 Abfahrten angelangt – und er fährt weiter.

SENIOR: Ghedina verblüffte zudem in Chamonix mit dem zweiten Platz und ist damit der älteste Fahrer, der jemals in einem Weltcuprennen aufs Podest fuhr. Ghedina war dort 35 Jahre, einen Monat und 18 Tage alt. “Älteste” Allzeit-Siegerin ist Anita Wachter, die in Aare 2000 als 33-Jährige gewann.

JUNIORINNEN: Die jüngste Siegerin in dieser Saison war Lindsey Kildow, die in Lake Louise als 20-Jährige die Abfahrt gewann. Die dreifache Saisonsiegerin Tina Maze ist 21,5 Jahre alt. Bei den Männern ist Johann Grugger mit 23 Jahren der jüngste Sieger.

SPÄTZÜNDER: Unter den Fahrern, die erstmals gewannen, befinden sich einige Spätzünder. Thomas Grandi (RTL Alta Badia und Flachau), Alois Vogl (Lauberhorn-Slalom) und Max Rauffer (Abfahrt Gröden) gehen schon auf die 33 zu. Maria Jose Rienda Contreras, die als erste Spanierin seit Blanca Fernadez Ochoa im Jahr 1991 wieder ein Weltcuprennen gewann, wird im Juni 30.

EWIGE BESTENLISTE: Hermann Maier feierte in Kvitfjell seinen 50. Weltcupsieg und schloss in der Bestenliste zu Alberto Tomba auf. Mehr Erfolge weist nur Ingemar Stenmark (86) auf. Bei den Frauen rückte Renate Götschl mit 37 Siegen hinter Annemarie Moser (62) und Vreni Schneider (55) an die dritte Stelle vor.

SCHWERARBEITER: In dieser Kategorie ist Bode Miller die Nummer 1. Er bestritt als einziger sämtliche 36 Weltcuprennen. Ihm am nächsten kamen Benjamin Raich und Aksel Lund Svindal mit 32 Rennen. Bei den Frauen zogen Anja Pärson und Janica Kostelic das volle Programm von 33 Rennen durch.

GRÖSSTER VORSPRUNG: Die Nummer zwei und drei ist Miller im Klassement der Sieger mit dem größten Vorsprung. Im RTL von Sölden siegte er 1,17 Sekunden vor Blardone, im Slalom von Sestriere 1,27 vor Zurbriggen. Noch deutlicher gewann Giorgio Rocca im Slalom von Chamonix (1,33 vor Raich). Bei den Frauen gewannen Tina Maze, Janica Kostelic und Tanja Poutiainen mit mehr als einer Sekunde Vorsprung.

KNAPPSTER VORSPRUNG: Vorne dabei ist Miller auch in der Wertung mit dem knappsten Ausgang. Ex-aequo mit Daron Rahlves teilte er sich auf der Lenzerheide den Super-G-Sieg. In Garmisch gewann Christoph Gruber den Super-G eine Hundertstel vor Didier Defago.

GROSSE SPRÜNGE: Den größten Sprung nach vorn tat Tina Maze, die im Super-G von Altenmarkt mit der Nummer 64 Dritte wurde. Auch die Exploits von Andre Myhrer (5. mit Nummer 56 im Slalom von Beaver Creek) und Marc Berthod (7. mit Nr. 58 im Riesenslalom Adelboden) durften sich sehen lassen.

AUFSTEIGER: Andre Myhrer ist zusammen mit Mario Scheiber (beide 22) der Aufsteiger des Jahres. In Schladming und Kranjska Gora stand er im erst 12. und 13. Weltcuprennen seiner Karriere auf dem Podest. Noch schneller ging es bei Scheiber. Bereits in seinem vierten Rennen schaffte er einen Podestplatz (3. im Super-G Beaver Creek). In Kvitfjell (2. in der Abfahrt) doppelte er nach.

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