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Reiskonzern stoppt US-Importe nach Europa

Der weltgrößte Reiskonzern, das spanische Unternehmen "Ebro Puleva", bezieht nach eigenen Angaben seit August keinen Reis mehr aus den USA.

Als Grund wurde illegale, gentechnische Verunreingungen von US-Reis genannt. Die Firma hält rund 30 Prozent Anteil am EU-Reismarkt. Der Vorstandsvorsitzende hat in einem Schreiben an Greenpeace verlautbart: „Wir bedauern, dass US-Reis ein Problem mit gentechnisch verändertem Reis hat und haben uns entschlossen, alle US-Reisimporte seit August 2006 zu stoppen.“

„Ebro Puleva“ hat ebenfalls angekündigt, so lange keinen Reis mehr aus den USA zu beziehen, bis die Situation wieder unter Kontrolle sei. Die Firma wolle nun Reis aus anderen Ländern importieren. Ausgenommen davon ist China, da es dort ebenfalls einen aktuellen Fall von illegalen Gentech-Verunreinigungen bei Reis gibt.

„Durch fallende Preise, Rückrufaktionen, sinkende Nachfrage und Import-Stopps steht die US-Reisindustrie vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch“, sagte Greenpeace Gentechnik-Experte Steffen Nichtenberger. Bis dato seien auch drei Sammelklagen von US-Farmern in mehrfacher US-Dollar-Millionenhöhe gegen den Bayer-Konzern erhoben worden.

Der Importstopp komme rechtzeitig vor der Veröffentlichung der endgültigen Version des WTO-Urteils im Gentechnik-Streitfall EU-USA, hieß es am Freitag in einer Greenpeace-Aussendung. Die USA hatten die EU wegen des mittlerweile aufgehobenen Moratoriums auf Gentech-Zulassungen und nationaler Importverbote für Gentech-Pflanzen vor der WTO verklagt.

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