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Reise: Corona-Tests sollen in EU für Geimpfte fallen

Neuigkeiten gibt es für Reisende in der Corona-Zeit.
Neuigkeiten gibt es für Reisende in der Corona-Zeit. ©dpa - Bildfunk / Foto: Christoph Schmidt/dpa (Symbolbild)
Die EU-Mitgliedsstaaten sollen am Freitag einer Abschwächung der Corona-Einschränkungen zustimmen. Das sagen Insider voraus. Für Geimpfte gilt 14 Tage nach dem Stich dann: Bei einer Reise innerhalb der EU sind keine Tests notwendig. Neuigkeiten gibt es auch für Genesene.
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Die von der Reisewirtschaft herbeigesehnte Lockerung der Corona-Restriktionen wird Insidern zufolge am Freitag, 11. Juni grünes Licht von den EU-Mitgliedstaaten bekommen. Die EU-Botschafter wollten den Vorschlag der Kommission mit einigen Änderungen annehmen, sagten Diplomaten in Brüssel am Donnerstag. Gegen Corona Geimpfte können damit künftig zwei Wochen nach der Spritze ohne Testauflagen in der EU reisen. Das gleiche gilt ein halbes Jahr lang für nachweislich Genesene.

WHO: Corona-Gefahr noch immer vorhanden

Die Regeln werden damit rechtzeitig vor dem Start des digitalen EU-Covid-Zertifikats (Grüner Pass) zum Beginn der Urlaubssaison am 1. Juli gelockert. Die von der Pandemie hart getroffene Reisebranche hatte die schrittweise Öffnung vom weitgehenden Reisestopp gefordert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mahnte aber, verantwortungsvoll zu reisen, weil die Corona-Gefahr auch in Europa noch nicht gebannt ist.

Über 25 Prozent der Europäer vollständig gegen Corona geimpft

Derzeit ist erst etwas mehr als ein Viertel der Europäer vollständig geimpft. "Jetzt ist die Zeit, dass Europa beginnt, sich sicher und vollständig zu öffnen", forderte am Donnerstag Johan Lundgren, Vorsitzender des Airline-Verbandes "Airlines for Europe" (A4E) und Chef des Billigfliegers Easyjet. Angesichts steigender Zahlen bei Covid-Impfungen und des ab 1. Juli geltenden EU-weiten digitalen Impfzertifikats sei das möglich. Nach Einschätzung des Verbandes werden bis Ende des Monats 70 Prozent der Bevölkerung eine Erstimpfung haben. Nach der Regelung können die Mitgliedstaaten beschließen, Einfachgeimpfte ins Land zu lassen. Die Buchungszahlen ziehen für Reisen im Sommer seit Wochen an und dürften durch die neuen Regeln einen weiteren Schub bekommen.

Flug-Airlines wünschten sich einheitliches Vorgehen

Die Airlines pochten auf ein einheitliches Vorgehen der EU-Mitgliedstaaten. Die ungenügende Koordination der EU-Staaten habe dazu beigetragen, dass die Fluggesellschaften in Europa viel mehr Verlust machten als die in den USA oder Asien, sagte Lundgren. A4E erwartet bei den Airlines Europas in diesem Jahr 18 Milliarden Euro Verlust - die Hälfte des weltweiten Fehlbetrags.

EU: Laschere Corona-Risikokategorien

Nach dem Konzept soll für Personen mit negativem Covid-Test ebenfalls keine Quarantänepflicht mehr gelten. Kinder ab zwölf Jahren können getestet werden, müssen aber nur in Quarantäne, wenn ein sie begleitender Erwachsener isoliert werden muss. Die EU will auch die Risikokategorien für die Länder weniger strikt definieren. Grün eingestuft werden künftig solche mit einer 14-Tages-Inzidenz von nicht mehr als 50 Fällen je 100.000 Einwohner, das waren bisher 25. Rot und damit Reisewarnung und Quarantäne gilt bei Infektionsraten bis 500 statt bisher 150. Die Regierungen können die Notbremse ziehen und Einreiseverbote verhängen, wenn im Ausland Virusvarianten ausbrechen sollten.

(APA/Red)

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