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Reifenschaden bei Klien

Die Testpiloten Pedro de la Rosa (McLaren-Mercedes) und Ricardo Zonta (Toyota) waren am Freitag im turbulenten und von vielen Drehern begleiteten Freien Training für den letzten Saison-GP in Shanghai die schnellsten Fahrer.

Bester Stammpilot war Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes vor Weltmeister Fernando Alonso im Renault. Die beiden führen den Kampf um den noch ausstehenden Konstrukteurstitel an. Der Motor im McLaren-Mercedes hielt diesmal zwar, der siebenfache Saisonsieger Räikkönen kam aber am Vormittag wegen eines defekten Getriebes kaum zum Fahren. Probleme hatte auch BAR-Honda-Pilot Jenson Button, der am Donnerstag noch mit einer Lebensmittelvergiftung darnieder gelegen war. Der Brite fährt am Sonntag seinen 100. GP, so ferne man Indianapolis als Nicht-Start wertet.

Red Bull Racing blieb auf der modernsten Formel-1-Rennstrecke der Welt vorerst im Rahmen. David Coulthard wurde 9. bzw. 11. Christian Klien kam auf die Plätze 17 und 15 und war damit beide Male langsamer als Testpilot Tonio Liuzzi. Zudem musste der Vorarlberger seinen Boliden wegen eines Higshpeed-Reifenplatzers rechts hinten kurz vor Schluss abstellen. “Keine Ahnung, warum. Das Auto war am Nachmittag deutlich besser, wir sind aber gut für einen Platz um Rang zehn”, sagte Klien, der am Saisonschluss noch gerne WM-Punkte holen würde. Derzeit ist ja noch immer Alex Wurz mit seinem dritten Platz von Imola bester Österreicher in der Fahrer-WM, obwohl er nur ein einziges Rennen bestritten hat.

Vor dem Showdown in Shanghai liegt McLaren, das seit dem WM-Gewinn durch Mika Häkkinen 1999 auf einen Titel wartet, mit 174 Punkten zwei Zähler hinter Renault (176). In der Fahrerwertung ist fast alles entschieden. Der siebenfache Weltmeister Michael Schumacher ist hinter Alonso und Räikkönen Dritter (62). Doch Juan Pablo Montoya (60) ist ihm mit dem derzeit überlegenen McLaren-Mercedes dicht auf den Fersen.

Das Rennen in Shanghai markiert am Sonntag nicht nur das Ende der mit 19 Rennen bisher längsten Formel-1-Saison der Geschichte. In China verabschieden sich mit Sauber (wird nach 216 wohl sieglosen Rennen zu BMW), Minardi (wird nach 20 Jahren und 340 Rennen zur Squadra Toro Rosso = Red Bull Juniorteam) und Jordan (Midland) drei Teams von der Bildfläche, BAR-Honda wird 2006 nur noch als Honda-Team antreten. Zu Ende geht eine Saison, in der vor allem Ferrari, BAR und Williams enttäuschten und die Skandale mit der Sperre von BAR und dem Rennen in Indianapolis nicht zu kurz kamen.

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