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Reif für die Insel

Auf dem PC ist es schon lange ein Geheimtip unter Shooting-Action Freaks mit Hang zum Masochismus, kürzlich fand der Titel seinen Weg auf die Xbox.

Nun setzt Ubisoft dem Game auf der Xbox 360 ein neues Denkmal. Endlich sieht Far Cry am TV so aus, wie es aussehen soll. Der Beiname „Predator“ verrät schon, was hier abgeht. Im Grunde bietet die 360er Fassung nun PC-Niveau in Sachen Grafik, Flüssigkeit und KI. Vorausgesetzt, man verfügt über einen HD tauglichen TV. Eines auch vorweg: Far Cry Predator, also das Grundspiel inklusive eines Addons, ist keine Game-Kost für Kinder. Vom Hersteller wird er als ab 18 eingestuft und der Inhalt lässt auch keinen Zweifel daran, dass Eltern sehr genau darauf achten sollten, dass Far Cry nichts für ihre Kinder ist.

Einfache Story, viel Kawumm

Die Story ist schnell erklärt: Jack Carver nimmt auch auf Microsofts Wunderkasten einen Auftrag von Val Cortez, Ihres Zeichens Journalistin, an und gerät mitten unter die bleihaltigen Reihen einer Söldnertruppe, die einen wahrgewordenen Südseetraum zum gewalttätigen Albtraum macht. Aber wenn Jack anfangs noch mickrig ausgestattet mehr auf der Flucht vor den Söldnern ist, so weiss sich der Gute auch mit den zusehends durchschlagskräftigeren Instrumenten zur Wehr zu setzen.

Beachtliche Künstliche Intelligenz

Die KI der Opponenten ist beachtlich, tumbes Ballern führt zum schnellen virtuellen Ableben. Dass „Hören“ einer der bestausgebildetsten Sinne der bösen Schergen ist, macht sich Jack zunutze. Einige gemeine Fallen, in die man die CPU Soldaten locken kann, würden selbst einem John C. Rambo zur Ehre gereichen. Dank der Rechenpower sind die Feinde auf der 360er aber nicht nur schlauer, sondern auch zahlreicher als auf der Xbox und der Schwierigkeitsgrad lässt zuweilen gefrustet ins Pad beißen. Konsolentypisch speichert das Game mit Checkpoints, virtuelle Ableben werden mit dem Zwang, einige Sequenzen wieder durchzuspielen, die eine gute Weile dauern können, bestraft.

Technische Glanzleistung?

Technisch überzeugt die 360er auf HD Modus: Der Dschungel und das Wasser lassen Erinnerungen an den letzten Südseeurlaub aufkommen. Leider leidet Predator aber offenbar an den deutlichen Symptomen einer Portierungskrankheit – viele Spielobjekte wurden nicht wirklich an die Möglichkeiten des Systems angepasst. Doch das fällt in der Hektik der Spielhandlung selten auf. Leider wird die Grafik mit stellenweise üblen Ruckeleinlagen erkauft, auch Popups trüben das Bild, beides Probleme die bereits auf der Xbox bekannt waren.

Shooter Number One

Spielerisch werden aber die meisten Fans über diese Mankos hinwegsehen, denn Far Cry Predator ist derzeit der Shooting-Action Titel Nummer 1 auf der 360er. Als Mutant mit Superkräften durch den Dschungel zu schleichen erreicht schon Dimensionen, die die meisten Shooter niemals aufwarten. Die Gewaltdarstellung ist dabei schon etwas deftig, besonders wenn Jack als Mutant zuhaut. Da wächst nämlich kein Gras mehr.

Mutant Hero

Die Motivation, den Titel durchzuzocken, ist hoch, dann kann nämlich schon bei einem neuerlichen Anzock Jack als Mutant seine Kräfte ausspielen. Und es rockt einfach, seine Gegner wie eine Raubkatze zu wittern, durch den Dschungel zu hetzen oder hoch springen zu können und auch im dunkelsten Eck noch den Durchblick zu behalten. Der Treibstoff für diese Bärenkräfte heisst Adrenalin und verbraucht sich mit der Zeit. Wer die Kampagne inklusive dem Addon durchgezockt hat, auf den wartet eine Onlinepartie, die von den Spielmodi nicht viel über Shooterstandards hinausgehen, lediglich ein zusätzliche Modus aus dem Addon verspricht Innovation.

Fazit: Für Far Cry Neueinsteiger ist der Anzock der Xbox 360 Fassung mit dem verlockenden Namen „Predator“ wert, insbesondere für glückliche Zeitgenossen, die einen HDTV ihr eigen nennen. Wer die Xbox Fassung kennt und/oder nur einen normalen TV besitzt, für den lohnt der Kauf nicht.

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