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Regierung wird Verschleierung vorgeworfen

Eine enge Mitarbeiterin der getöteten pakistanischen Politikerin Benazir Bhutto hat der Regierung vorgeworfen, die Umstände der Ermordung zu verschleiern.

Sie habe mit eigenen Augen eine Schusswunde im Kopf der Toten gesehen, als sie an der Waschung des Leichnams vor der Beerdigung teilgenommen habe, sagte Bhuttos Sprecherin Sherry Rehman am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Eine Kugel sei im Hinterkopf Bhuttos eingeschlagen und auf der anderen Seite wieder ausgetreten.

„Ich habe eine Schusswunde gesehen, die Kugel traf den Hinterkopf und trat auf der anderen Seite wieder aus“, sagte Rehman, die nach eigenen Angaben zum Zeitpunkt des Anschlags in der Autokolonne war. Mit ihrem Fahrzeug sei Bhutto ins Krankenhaus gebracht worden. „Wir konnten sie nicht einmal richtig waschen, weil aus der Wunde immer noch Blut sickerte. Sie hat viel Blut verloren.“

Das Krankenhaus habe seine Erklärung ändern müssen. „Es gab nie einen richtigen Autopsiebericht“, sagte Bhuttos Sprecherin. Das Innenministerium sage, das Bhutto durch einen Aufprall auf das Fahrzeugdach gestorben sei, als sie sich vor den Schüssen in Sicherheit bringen wollte. „Das ist lächerlich, gefährlicher Unsinn, weil es verschleiert, was wirklich geschehen ist.“

Das Innenministerium hatte am Freitag erklärt, in Bhuttos Körper seien keine Kugeln oder Geschoßteile gefunden worden. Die frühere Ministerpräsidentin sei durch einen Aufprall auf den Hebel des Schiebedachs getötet worden, als der Fahrer ihres Wagens nach dem Anschlag beschleunigt habe.

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