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Regierung gesteht nach Anschlägen Fehler ein

Der neue indische Innenminister Palaniappan Chidambaram hat nach den verheerenden Anschlägen in Bombay mit über 170 Toten Fehler der Regierung eingestanden. Bilder der Terrorserie 

Er werde alles in seiner Macht stehende tun, um die Ursachen dieser Fehler auszumerzen und die Effektivität der Sicherheitssysteme des Landes zu steigern, sagte der seit wenigen Tagen amtierende Chidambaram am Freitag. Sein Vorgänger war nach den Anschlägen in der vergangenen Woche zurückgetreten. Die Regierung steht seit dem Terrorangriff in der Kritik.

“Sicherheitskräfte und Geheimdienste haben versagt”, sagte Chidambaram am Freitag vor Journalisten. Diese Fehler müssten aufgearbeitet und abgestellt werden. “Was in Bombay geschehen ist, muss unsere Einstellung zum Terrorismus grundlegend verändern”, sagte Chidambaram. Zwar sei auch in der Vergangenheit jeder Anschlag ernsthaft untersucht worden. Oftmals seien die Behörden jedoch zu schnell wieder zur “gewohnten Routine” übergegangen.

Unterdessen wurde bekannt, dass die hinter dem Angriff auf Bombay vermutete pakistanische Terrororganisation Lashkar bereits seit 2007 einen indischen Emissär in Bombay hatte, der mögliche Ziele untersuchte. Damit ist auch Neu-Delhis Darstellung eines rein pakistanischen Anschlags infragegestellt. Faheem Ansari war im Februar in Nordindien festgenommen worden und hatte Skizzen von Hotels, dem Hauptbahnhof und anderen bedeutenden Orten in Bombay bei sich. Offenbar dienten sie der Vorbereitung des Angriffs, eine Verbindung wurde damals jedoch nicht erkannt.

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