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Regenfälle und Erdrutsche erschweren Hilfsaktion in Erdbebengebiet

Heftige Regenfälle und neue Erdrutsche haben die die Bergungsarbeiten im südwestchinesischen Erdbebengebiet erschwert. Nach Angaben des chinesischen Fernsehens vom Mittwoch haben Bergrutsche erneut Straßen in Bergregionen blockiert.

Auch die notdürftigen Unterkünfte der rund fünf Millionen Obdachlosen konnten dem Regen nur schwer trotzen. Die Rettungsarbeiten dauerten an. Die Chancen, noch Überlebende zu finden, sind aber äußerst gering. Das feuchtwarme Wetter lässt die Seuchengefahr noch wachsen. Die Hilfsmannschaften bemühen sich, die Leichen schneller zu beerdigen.

Neun Tage nach dem verheerenden Erdbeben in der Provinz Sichuan waren mehr als 40 000 Tote offiziell bestätigt, doch rechnet der Krisenstab damit, dass die Zahl mehr als 50 000 erreichen wird. Rund 280 000 Zelte sind nach Angaben der Regierung ins Katastrophengebiet gebracht worden. Die Armee will Feldküchen einrichten. Die Regierung beschloss angesichts des großen Bedarfs, noch mehr Zelte und Planen zu schicken. Produzenten von Zelten wurden aufgefordert, mit voller Kapazität Zelte herzustellen.

Angesichts der schweren Regenfälle, die auch in den nächsten Tagen erwartet werden, forderte Regierungschef Wen Jiabao das Ministerium für Wasserressourcen und örtliche Stellen auf, Experten zu den beschädigten Staudämmen und Reservoirs zu schicken, um Patrouillen rund um die Uhr einzurichten. Rund 500 meist kleinere und mittelgroße Wasserprojekte in der Erdbebenprovinz Sichuan und der Region von Chongqing sind beschädigt. Das Ausmaß der Schäden ist noch nicht bekannt. Das Wasserministerium sprach von einer “ernsten Gefahr”.

Die Regierung in Peking und die Provinzbehörden haben bisher 11,7 Milliarden Yuan (1,07 Milliarden Euro) für die Erdbebenhilfe bereitgestellt. An in- und ausländischen Spenden und Hilfslieferungen sind bisher 14 Milliarden Yuan (1,28 Milliarden Euro) zusammengekommen.

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