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Regenchaos im 1. Qualitraining

Wechselnder Regen hat am Samstag in der ersten Qualifikation für den Formel-1-WM-Auftakt in Melbourne für ein buntes Ergebnis gesorgt. Provisorische Pole holte sich auf nahezu trockener Strecke Renault-Pilot Fisichella (ITA).

Der bei strömendem Regen fahrende Weltmeister Michael Schumacher (Ferrari) liegt vor der zweiten Qualifikation am Sonntagvormittag mit über 24 Sekunden Rückstand bereits aussichtslos zurück.

Auch der Österreicher Christian Klien (Red Bull) hatte Wetter-Glück. Er fuhr hinter Fisichella, Jarno Trulli (Toyota), Mark Webber (BMW-Williams) und Jacques Villeneuve (Sauber) die fünftbeste Zeit heraus und kann sich am Sonntag die beste Startposition seiner Karriere holen.

Bemerkenswert war, dass Klien auf auftrocknender Strecke seinen Teamkollegen David Coulthard hinter sich ließ. Der routinierte Schotte fuhr bei gleichen Bedingungen 0,8 Sekunden langsamer als der Österreicher. Das Duell der beiden Red-Bull-Piloten am Sonntag um die bessere Startposition wird spannend und sollte eigentlich schon zu Gunsten von Klien entschieden sein.

Das verrückte Wetter sorgte dafür, dass mit Patrick Friesacher auch der zweite Österreicher am Samstag noch vor den beiden Schumachers blieb. Zwar verlor der Kärntner auf anfangs nasser Strecke im aerodynamisch inferioren Minardi 17,6 Sekunden auf Fisichella und 1,5 auf seinen Teamkollegen Christijan Albers, als 16. ließ der Wolfsberger aber vier Piloten hinter sich. Darunter Ralf (17.) und Michael Schumacher (18.) sowie Takuma Sato (BAR) und Felipe Massa (Sauber).

Die erste Qualifikation sollte an sich erstmals wirklichen Aufschluss über die neuen Kräfteverhältnisse in der Formel-1-WM liefern, weil am Samstag alle Autos mit Minimalbenzin fahren. Dann warf aber das Wetter vieles über den Haufen. Fisichella hatte Riesenglück. Er fuhr bei fast perfekten Bedingungen mit „Slicks“ zwei Sekunden schneller als der auf Intermediates fahrende Trulli, unmittelbar danach sorgte aber ein Wolkenbruch für Chaos auf der Strecke.

Massa musste seine Runde abbrechen, Michael Schumacher schlich chancenlos um den Kurs im Albert Park. Der Japaner Takuma Sato flog mit Slicks von der regennassen Strecke, danach musste das Training kurz sogar unterbrochen werden. Für die folgenden Top-Piloten blieben im Regen nur noch Mittelfeld-Plätze, so landeten die beiden McLaren-Mercedes von Kimi Räikkönen und Juan Montoya nur auf den Plätzen zehn bzw. elf.

Im Vorjahr hätte dieses Ergebnis noch die endgültige Startaufstellung ergeben. Seit heuer ist die Qualifikation für die Startaufstellung aber zweigeteilt. Bleibt es am Sonntag trocken, ist Fisichella die Pole wohl nicht mehr zu nehmen. Er kann nun mit gut gefülltem Tank (die Benzinmenge des Sonntagstrainings muss auch für den ersten Teil des Rennens reichen) ein „konservatives“ zweites Qualifying fahren. „Ich hatte Riesenglück, im richtigen Moment draußen zu sein. Das war ein perfekter Start für mich“, sagte Fisichella.

Ergebnisse 1. Qualifying Melbourne:

1. Giancarlo Fisichella (ITA) Renault 1:33,171 Min.
2. Jarno Trulli (ITA) Toyota 1:35,270
3. Mark Webber (AUS) Williams 1:36.717
4. Jacques Villeneuve (CAN) Sauber 1:36.984
5. Christian Klien (AUT) Red Bull 1:37.486
6. David Coulthard (GBR) Red Bull 1:38.320
7. Nick Heidfeld (GER) Williams 1:39.717
8. Jenson Button (GBR) BAR 1:41.512
9. Narain Karthikeyan (IND) Jordan 1:44.357
10. Kimi Raikkonen (FIN) McLaren 1:44.997
11. Juan Pablo Montoya (COL) McLaren 1:45.325
12. Rubens Barrichello (BRA) Ferrari 1:45.481
13. Tiago Monterio (POR) Jordan 1:46.846
14. Fernando Alonso (ESP) Renault 1:47.708
15. Christijan Albers (NED) Minardi 1:49.230
16. Patrick Friesacher (AUT) Minardi 1:50.864
17. Ralf Schumacher (GER) Toyota 1:51.495
18. Michael Schumacher (GER) Ferrari 1:57.931
19. Takuma Sato (JPN) BAR nicht gewertet
20. Felipe Massa (BRA) Sauber nicht gewertet

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