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"Red Bull" angelt nach Sponsoren

In der Fahrerfrage Klien/Liuzzi gibt es im Moment nichts Neues. Dafür hat RB-Chef Mateschitz seinen F-1-Finanzplan für 2005 gelüftet. Demnach wird der Steirer für den GP-Rennsport nicht mehr ausgeben als wie in den Jahren zuvor.

Die Budgetzahlen sind in der Formel 1 längst keine Geheimnisse mehr: Ein Team, das sich halbwegs im Mittelfeld etablieren will, benötigt heute mindestens 100 Millionen US-Dollar, die Spitzenteams agieren mit dem Dreifachen. Dietrich Mateschitz: „Wir werden für 2005 vorerst irgendwo zwischen 100 und 120 Millionen budgetieren und werden versuchen, drei Viertel davon fremd zu finanzieren. Wir setzen uns also einen Betrag in der Größenordnung von 70 bis 80 Mio. an Sponsorgeldern zum Ziel.” Möglich, dass der bisherige Jaguar-Sponsor – Bankriese „HSBC” – an Bord bleibt. Der spanische Mineralölkonzern “Repsol” soll bereits als Hauptsponsor unterzeichnet haben. Freilich wird noch alles dementiert.

Thomas Blazek, derzeit Interims-Pressesprecher: „Die Sponsoren werden am 7. Februar in Jerez präsentiert!” Der Bolide wird dann also nicht mehr wie eine Red- Bull-Dose lackiert sein, wie zuletzt bei den Herbst-Tests. Mateschitz will nur die Nasenspitze und die Motorlufthutze für die Eigendarstellung in Anspruch nehmen. Front- und Heckflügel oder die Seitenkästen sollen möglichst teuer verkauft werden. Mateschitz: „Ein Seitenkasten kostet ganz einfach 25 bis 30 Millionen, ein Heckflügel detto.” Ob sich so kurzfristig so finanzstarke Partner finden? Mateschitz: „Seitdem publik ist, dass wir Jaguar gekauft haben, werden wir aktiv von Unternehmen angesprochen. Außerdem haben wir etwas, was viele andere Teams nicht haben: Einen sehr, sehr guten Namen.”

Da Red Bull mit zirka 15 Millionen Dollar aus dem Concorde-Agreement (TV-Gelder, etc.) rechnen wird können, dürften also zum Erreichen des Budgets nur etwa 25 Millionen fehlen, die Red Bull dann eben als Eigen-Sponsorleistung erbringen wird. Mateschitz: „Kein Problem. Diese Summe haben wir zuletzt bei Sauber als Sponsor lukriert. Dieser Betrag wird jetzt einfach nur in unser eigenes Team umgelenkt. Wir geben jetzt also nicht einen Euro mehr aus als bisher, aber es lässt sich nun ein viel größerer Gegenwert erzielen als zuvor.”

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