Rückzug der Hausbesetzer

Ludesch - Die Hausbesetzer von Ludesch haben gleichsam das Feld geräumt. Die bis zu 15 Aktivisten, die in der Nacht zum Samstag ein Abbruchhaus in der Zementwerkstraße 39 in Beschlag genommen hatten, rückten Dienstagabend gegen 20 Uhr ab.
Sprecherin König und Bürgermeister Lauermann
Besetzer ziehen ab
Hausbesetzer wollen Gebäude freigeben
Angriff auf Besetzer aufgeklärt
(Rechte) Attacke auf Besetzer
Bilder aus Ludesch

Abmachung

Sie hielten damit eine Abmachung ein, die untertags im Zusammenwirken von Bezirkshauptmannschaft, Gemeinde, Land, Hauseigentümer und Verein Jugendkulturarbeit Walgau mit den Hausbesetzern vor Ort erzielt worden war. „Wir sind natürlich froh, dass in einem sehr konstruktiven Gespräch mit den Jugendlichen eine gütliche Regelung erfolgt ist und die vorherrschende Situation auch mit Hinsicht auf die Anrainer nun beendet werden konnte“, bekräftigt der Ludescher Bürgermeister Dieter Lauermann.

Frist gesetzt

Die Einhaltung des zeitlich vorgegebenen Abzugs aus dem besetzten Haus war die Bedingung vom Eigentümer des Abbruchobjekts – das ehemalige Bürogebäude der Vorarlberger Zementwerke in Ludesch –, um auf eine Besitzstörungsklage zu verzichten. „Wenn die weiteren Ermittlungen keine im oder ums Haus verübten Delikte ergeben, hat die Aktion auch keine strafrechtliche Konsequenzen“, erklärte Mag. Arnold Brunner von der Polizeiabteilung der BH Bludenz. „Wir wollten mit der Hausbesetzung die Forderung nach einem selbstverwalteten sozialen und kulturellen Zentrum in Vorarlberg erneuern, weil nach einer Aktion im Vorjahr überhaupt nichts weiter gegangen ist“, so die Aktivisten-Sprecherin Jacqueline König. Solidarität bekundet der Verein für Kommunikation und Freizeitgestaltung „Konkret“ in Hohenems.

Obmann Rainer Roppele: „Das Ereignis zeigt auf, dass es nicht nur im Rheintal, sondern auch im Walgau gestaltbare Freiräume braucht.“ Unterstützung auf dem Weg dorthin erfolgt nun durch den Verein Jugendkulturarbeit (JKA) Walgau. „Wir werden uns um das Anliegen der Jugendlichen kümmern. Dazu braucht es erst einmal einen Konsens, der ohne weitere Druckmittel auskommt“, sagt JKA-Obmann Iskender Iscakar. Ermöglicht werden soll vorerst einmal ein Raum, in dem die Initiatoren ein Konzept für ein angestrebtes autonomes Kulturzentrum erarbeiten.

Interview mit Sprecherin König und Bürgermeister Lauermann

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