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RBR: Fahrerfrage wird Chefsache

Die Frage ist ebenso interessant wie brisant, die Reaktionen darauf zwischen irritiert und gereizt: Wer sitzt beim Türkei-Grand-Prix am 21. August neben David Coulthard im zweiten Red-Bull-Boliden?

Christian Klien hofft: „Wer sagt denn, dass es noch einmal einen Cockpitwechsel gibt? Fix ist nur, dass wir uns nach Ungarn zur Analyse zusammensetzen. Ich denke, meine Leistungen haben gestimmt, ich kann mir gut vorstellen, weiter im Auto zu sitzen.“

Phase der Entscheidung

Klien-Mitbewerber Vitantonio Liuzzi, der seinen letzten Renneinsatz am 29. Mai am Nürburgring absolvierte, steht jedenfalls Gewehr bei Fuß: „Ich hoffe, dass ich in der Türkei meine nächste Chance bekomme. Denn beim Testen kann ich nicht viel ausrichten. Es geht in die entscheidende Phase“, glaubt der 23-jährige Italiener

Dr. Helmut Marko, Motorsportchef bei Red Bull, sieht momentan für keinen der beiden Piloten einen Vorteil: „Bislang haben sich weder Klien noch Liuzzi besonders aufgedrängt“, sah er beim Hockenheim-GP durchaus Steigerungsmöglichkeiten. „In Ungarn fährt Christian, dann sehen wir weiter.“ Der Wechsel von Klien zu Liuzzi (in Imola) und wieder zurück (Montreal) brachte Red Bull Racing nicht die gewünschten Aufschlüsse, es hat den Rennstall in der Entwicklung eher gebremst. „Nach meiner Rennpause war es schwierig, wieder den Rhythmus zu finden“, meinte Klien zu seiner Auszeit. Zudem musste man den Nachteil in Kauf nehmen, nach jedem Pilotenwechsel in der Qualifikation als Erster auf die Piste gehen zu müssen. „Da haben wir in der Startaufstellung einige Positionen verloren“, so Klien. „Im Saisonverlauf sind alle Formel-1-Autos beständiger geworden, auf Ausfälle darfst du nicht mehr hoffen. Darum ist ein vorderer Platz in der Startaufstellung enorm wichtig geworden.“

Speed 2006 als Testpilot

Bei Red Bull Racing hat man aus diesen Erfahrungen bereits gelernt: Im nächsten Jahr wird es keine Fahrer-Rotation mehr geben – der zweite Mann neben David Coulthard hat seinen Platz über die ganze Saison fix. Bestätigt wurde von Marko auch: GP-2-Pilot Scott Speed bekommt 2006 den Job als Testfahrer. Allerdings sind noch Verhandlungen mit dem Manager des Amerikaners ausständig – Scott will einen neuen Vertrag mit verbesserten Konditionen.

Klien glaubt, dass die Entscheidung über die Cockpitbesetzung wohl Chefsache wird: „Didi Mateschitz hört zwar auf seine Apostel, die ihm einflüstern. Aber das letzte Wort hat er.“

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