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Rauswurf als letzte Konsequenz im "Krieg der Sterne"

Beide sollten "dem Teamgeist von Mercedes folgen"
Beide sollten "dem Teamgeist von Mercedes folgen"
Lange wurde gemutmaßt, nun ist es heraußen. Mercedes kann sich bei einer neuerlichen Kollision zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton offenbar auch die Trennung von einem Piloten vorstellen.
Rosberg übernimmt Verantwortung
Mercedes droht mit Konsequenzen
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Das hat Motorsportchef Toto Wolff in einem BBC-Interview deutlich gemacht. Aufsichtsratschef Niki Lauda beruhigte unterdessen. “Das diskutieren wir nicht, denn das wird nicht wieder passieren.”

Wolff hingegen hatte gegenüber dem britischen Radiosender BBC Radio 5 mehr oder weniger offen mit Entlassung gedroht. “Wir müssten Entscheidungen treffen und als Konsequenz eine andere Fahrerpaarung haben”, sagte der Österreicher vor dem Grand Prix von Italien in Monza auf die Frage nach den Folgen eines neuerlichen Unfalls zwischen den beiden Piloten. “Wenn wir nicht in der Lage sind, beide dazu zu bringen, dem Teamgeist von Mercedes zu folgen, dann müssen wir uns das eingestehen.”

Derzeit keine Verhandlung mit Hamilton

Während Rosberg seinen Mercedes-Vertrag bereits verlängert hat, stocken derzeit die Verhandlungen mit Hamilton. “Wir haben wegen des gerade sehr intensiven WM-Kampfes beschlossen, das erst nach der Saison wieder aufzunehmen”, erklärte Wolff. “Wir hätten aber sehr gerne, dass Lewis weiter für uns fährt und er will das auch”, so Wolff laut www.formula1.com.

Hamilton wurde Ende 2012 als Nachfolger von Michael Schumacher zu Mercedes geholt. Der aktuelle Vertrag des Weltmeisters von 2008 läuft bis Ende 2015. Rosberg fährt bereits seit 2010 für Mercedes.

Teaminterne Konsequenzen nach Spa

Rosberg hatte in Monza zugegeben, dass es nach seinem harten Manöver in Spa gegen Hamilton, mit dem er dem Briten den Hinterreifen aufschlitzte und sich selbst den Frontflügel kaputt fuhr, teaminterne Konsequenzen gegeben hätte. Welche, das behielt der Deutsche aber für sich. Offenbar hat Mercedes auch vorher schon auf die diversen Scharmützel der beiden um die WM kämpfenden Piloten mit Strafen reagiert. “Man haut uns immer auf die Finger, wenn etwas passiert ist”, bestätigte Hamilton.

Lauda wollte sich in Monza nicht so weit aus dem Fenster lehnen wie sein Landsmann Wolff. Auf die Frage, welche Konsequenzen es bei einem neuerlichen Crash geben würde, wiegelte der 65-jährige Österreicher gegenüber der APA – Austria Presse Agentur ab: “Wir lösen immer nur Probleme, wenn sie zu lösen sind. Wir haben aber kein Problem und fahren wie vorher”, beteuerte der dreifache Weltmeister.

Das Wort “Entlassung” wollte Lauda schon gar nicht in den Mund nehmen. Der Wiener, der sich nach dem Crash in Belgien für seine spontane Kritik an Rosberg entschuldigt hat (“Ich bin aber weiter der Meinung, dass es seine Schuld war”), gab sich diplomatisch. “Ich bin ein pragmatischer Mensch. Wir diskutieren immer nur Dinge, die passiert sind oder nicht. Wir haben alle Konsequenzen gezogen und die Fahrer sind für die nächsten Rennen richtig eingestellt.”

Wolff hatte am Donnerstag in einem APA-Interview neuerlich betont, dass bei Mercedes der Konstrukteurstitel oberste Priorität habe. Erst wenn dieser eingefahren sei und auch kein anderer Fahrer als die zwei Silberpfeil-Piloten Weltmeister werden könne, würde man diesen Plan eventuell ändern.

Immer wieder Scharmützel

Spätestens seit dem Europa-Start Anfang Mai in Barcelona gibt es aber immer wieder Scharmützel zwischen Hamilton und Rosberg. Oft auch weit verstecktere “Fouls” als den Crash in Belgien, den Hamilton mit dem Ausfall bezahlte, während Rosberg Platz zwei hinter Daniel Ricciardo (Red Bull) rettete. Damit baute Rosberg seinen Vorsprung in der WM auf Hamilton um 18 Punkte aus und geht in Monza mit bereits 29 Zählern Vorsprung auf den Engländer in den 13. von 19 Saisonläufen.

Hamilton gab sich in Italien kämpferisch, aber auch kritisch, weil die FIA den Spa-Crash als normalen Renn-Unfall bewertet hatte. “Heißt das, dass wir nun härter fahren können und ein künftiger Unfall ebenfalls folgenlos bleibt? Oder dass es erst recht Strafen gibt, wenn es wieder passiert?”, fragte sich nicht nur der Brite. (APA)

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