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"Rauchfreies Irland funktioniert"

Ein Jahr nach Inkrafttreten des europaweit schärfsten Rauchverbots in Irland hat Premierminister Bertie Ahern am Dienstag ein positives Fazit gezogen. Ahern: "Das rauchfreie Irland funktioniert."

Das Gesetz werde außerordentlich gut eingehalten. Erhebungen der Regierungs gestützten Kontrollstelle Office of Tobacco Control (OTC) zufolge wurde das Rauchverbot in den ersten neun Monaten in Restaurants zu 99 Prozent, in Hotels zu 93 Prozent und in Kneipen zu 90 Prozent befolgt. Nach Angaben der Gesundheits- und Sicherheitsbehörde HSA wurde das Rauchverbot am Arbeitsplatz im vergangenen Jahr zu 92 Prozent eingehalten.

Ahern betonte Irlands Vorreiterrolle beim Nichtraucherschutz. Norwegen, Neuseeland, Malta und Italien seien im vergangenen Jahr mit Gesetzen gegen den blauen Dunst gefolgt. Andere Länder seien weltweit dabei, Regelungen auszuarbeiten, die für „sauberere, sicherere und gesündere Arbeitsplätze“ sorgen würden. Der OTC zufolge begrüßten 93 Prozent der knapp 35.000 befragten Iren das Gesetz. Bei den Rauchern lag die Zustimmung bei 80 Prozent. 98 Prozent gaben an, dass Arbeitsplätze nun gesünder seien.

Am 29. März 2004 war in Irland Europas schärfstes Rauchverbotsgesetz in Kraft getreten, das Zigaretten und anderes Qualmwerk weitgehend aus dem öffentlichen Leben verbannt: Das Verbot gilt für Restaurants, Pubs und Arbeitsplätze. Verstöße werden mit bis zu 3.000 Euro Strafe geahndet; Pubbesitzer müssen mit dem Verlust ihrer Lizenz rechnen.

Amtliche Statistiken vom Ende des vergangenen Jahres zeigten, dass die Umsätze der rund 10.000 irischen Pubs im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Prozent zurückgegangen waren. Dies wurde aber eher auf die gestiegenen Alkoholpreise als auf das Rauchverbot zurückgeführt. In Irland, wo jeder vierte der 3,9 Millionen Einwohner raucht, starben bisher jedes Jahr 7000 Menschen an nikotinbedingten Krankheiten.

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