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Rasenpflege als "Dienst für die Nation"

Tschagguns - Richard Fleisch ist in den nächsten zehn Tagen Österreichs wichtigster Platzwart. Die Fußballer der österreichischen Nationalmannschaft sind derzeit auf Trianingslager in Tschagguns.

Richard Fleisch hat einen anstrengenden Tag hinter sich. Auf einer Messe in Schaffhausen war er. Die Tourismusgemeinschaft

Schruns/Tschagguns vertrat er dort. Jetzt ist er schon wieder im Stress. Der Getränkeautomat im FC-Schruns-Clubheim versagte seinen Dienst. Schnetzer versucht mit Feuereifer, das Problem zu lösen. Dass er danach endlich Feierabend hat, spielt sich heute nicht. Auf Richard Schnetzer warten noch die Fußballer der österreichischen Nationalmannschaft, die sich zu ihrem ersten Training auf der international erprobten Anlage angesagt haben. „Sie sind angenehme Gäste“, weiß der Tschaggunser. Er muss es ja wissen. „Vor einem Jahr waren sie auch schon da. Das ging damals prima“, erinnert sich Fleisch.

Der böse Hoeneß

Der 44-Jährige kennt sich aus mit prominenten Kickerstars. Wem hat er nicht schon alles einen perfekt hergerichteten Platz zum Üben hinterlassen. „Lazio Rom, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, Hertha BSC Berlin. Sie alle waren schon im Montafon auf Trainingslager.“ Über fast alle spricht er mit großem Respekt. „Vor allem die Bremer, und vor allem Klaus Allofs, waren echte Gentlemen. Auch Lazio Rom und ihr damaliger Trainer Erikson benahmen sich sehr gut.“ Lediglich Hertha BSC tanzte nach Ansicht von Fleisch aus der Reihe. „Manager Hoeneß spielte sich unglaublich auf. Der war wirklich unsympathisch“, so Fleisch.

Das Nationalteam erschreckt Fleisch an diesem wunderschönen Herbstabend nicht. „Schau mal auf den Platz“, zeigt er mit dem Finger vom Clubheim nach draußen. „So ein durchgehendes Grün auch in den Torräumen findest du kaum irgendwo.“ Recht hat er, der Richie Fleisch. Der Platz ist eine einzige Einladung zum Fußballspielen. Alles ist schon organisiert. Fleisch kann das tun, was er als Fußballfan am liebsten macht – den prominenten Kickern beim Training zuschauen. Dem Team wünscht er das Beste. „Ich hoffe, sie spielen bald wieder gut.“ Mit diesem Wunsch ist er nicht alleine.

ZUR PERSON

Richard Fleisch
Beruf: Platzwart
Geboren: 16. Oktober 1963
Familie: Verheiratet, zwei Kinder
Wohnort: Tschagguns
Hobbys: Skifahren
Lieblingsspeise: Rostbraten

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