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Rapid muss mit 0:1-Niederlage gegen RB Salzburg in Winterpause gehen

Salzburg krönte sich bei Rapid Wien zum Winterkönig.
Salzburg krönte sich bei Rapid Wien zum Winterkönig. ©APA/TOBIAS STEINMAURER
Red Bull Salzburg hat sich in der Fußball-Bundesliga am Samstag die Winterkrone aufgesetzt. Im letzten Match vor der Pause setzten sich die "Bullen" mit 1:0 gegen Rapid Wien durch.

Das Tor machte Abwehrspieler Kamil Piatkowski (19.) per Kopf. Die Rapidler, die sich durchaus einige Chancen erarbeiteten, haben somit auch das 21. Pflichtspiel nacheinander gegen Salzburg sieglos bestritten.

Ehrung für Rapid-Legende Antonin Panenka vor Anpfiff

Für die Rapid-Gemeinde, die sich mit 20.400 im Allianz Stadion versammelt hatte, sollte das Spiel in einer großen Feier vor der Winterpause münden. Drei Punkte gab es am Ende nicht zu feiern, erstmals unter Trainer Robert Klauß mussten die Hütteldorfer als Verlierer den Platz verlassen. Unter dem Deutschen hatte Rapid bisher zwei Siege in der Liga geholt.

Vor dem Anpfiff wurde Rapid-Legende Antonin Panenka, der vor Kurzem seinen 75. Geburtstag gefeiert hatte, geehrt. Die Grün-Weißen starteten dann gut rein und kombinierten mehrere Male solide, näherten sich vorsichtig auch dem Salzburger Tor an. Dabei schaute vorerst jedoch nur eine Halbchance heraus: Guido Burgstaller verpasste in der der 14. Minute eine scharfe Hereingabe von links.

Piatkowski-Tor in erster Hälfte erhöhte Druch auf Hütteldorfer

Ein Dämpfer für die gute Stimmung trotz der frostigen Temperaturen im Westen Wiens passierte in der 19. Minute. Nach einer Eckball-Variante von links stahl sich Luka Sucic im Strafraum davon und spielte mit dem linken Außenrist in die Mitte, wo Piatkowski dem Ball mit dem Kopf den entscheidenden Dreh gab. Niklas Hedl, der davor eine kleine Unsicherheit mit dem Fuß gezeigt hatte, war im Rapid-Tor machtlos.

Die Wiener versuchten, sich davon unbeeindruckt zu geben und weiter nach vorne zu spielen, kamen aber nicht durch. Salzburg übernahm mehr und mehr die Kontrolle in dem Spiel. Nur einmal noch vor der Halbzeitpause hätte es brenzlig für den Meister werden können, hätte Matthias Seidl in der 41. Minute nicht sofort mit links aus spitzem Winkel aufs Tor geschossen. In der Strafraummitte wäre Burgstaller besser postiert und unbewacht gewesen.

Vermeintlicher Ausgleich in 70. Minute: Abseits laut VAR-Kontrolle

In der 55. Minute schaute erneut Burgstaller in der Mitte durch die Finger. Eine Kopfball-Quervorlage von Michael Sollbauer, der anstelle des gesperrten Terence Kongolo in der Innenverteidigung spielte, wurde von Torschütze Piatkowski geklärt. In der 57. Minute zog Marco Grüll ab, Alexander Schlager im Salzburger Tor hatte aber wenig Mühe damit. Rapid hatte Glück, dass Roko Simic nicht mehr aus seinen Möglichkeiten machte.

In der 70. Minute fiel der Ausgleich nur vermeintlich: Burgstaller grätschte den Ball nach zu kurzer Schlager-Abwehr über die Linie, stand dabei knapp im Abseits. Das war jedenfalls das Ergebnis einer langen VAR-Kontrolle.

Rapid bemüht, aber kam nicht durch

Die Schlussphase zog sich auch wegen dieser Unterbrechung dahin. Zusammenhängende Aktionen kamen immer weniger zustande. In der Nachspielzeit wurde auch ein Salzburger Treffer durch Samson Baidoo wegen einer minimalen Abseitsstellung aberkannt. Rapid warf noch einmal vergeblich alles nach vorne. Nach über 100 Minuten auf der Uhr war im Allianz Stadion Schluss.

Eine positive Randnotiz für Salzburg war das Comeback von Offensivspieler Fernando ab der 75. Minute. Der Brasilianer hatte wegen Verletzungen fast die gesamte bisherige Saison verpasst, zuletzt hatte er am 26. August gegen den WAC einen Kurzauftritt hingelegt. Am Dienstag steht für Salzburg noch die so wichtige Champions-League-Partie gegen Benfica an.

(APA/Red)

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