Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Ramadan: Nehammer will Schülern das Fasten verbieten

Viele Lehrer beklagen sich über erschöpfte Schüler.
Viele Lehrer beklagen sich über erschöpfte Schüler. ©Frank Rumpenhorst/dpa
Eine Reportage sorgt kurz vor Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan für Diskussionen: In einem Beitrag von "Sevus TV" klagen Lehrer darüber, dass viele muslimische Schüler im Ramadan zu schwach für den Unterricht sind. Erste Stimmen fordern schon ein Fasten-Verbot.

Kinder kollabieren im Klassenzimmer, weil sie vom Fasten geschwächt sind. Sie dürfen nicht zum Schwimmunterricht, aus Angst, Wasser zu schlucken. Eltern bestechen ihre Sprösslinge sogar mit Geld, damit sie das Fasten durchhalten. In einem “Servus TV”-Beitrag schildern Lehrer, wie extrem die Situation an unseren Schulen ist.

Der Islam gibt vor, dass Kinder ab der Pubertät den Ramadan einhalten sollen. Gleichzeitig heißt es aber auch, dass jeder das Fasten brechen darf, wenn er zu schwach dafür ist. Darunter fallen Alte, Kranke, Schwangere, Stillende und eben auch Jugendliche im Wachstum. Viele muslimische Eltern nehmen das Fasten-Gebot aber allzu genau und verlangen zu viel von ihren Kindern.

Gesundheit von Kindern gefährdet

„Ich hatte einen Schüler, der ist mir umgekippt und war noch ansprechbar und das Erste, woran man als Lehrer denkt ist: Er braucht Wasser. Dieser Schüler hat sich vehement gegen dieses Wasser gewehrt, weil er dann das Fasten bricht“, so eine Lehrerin.

Schockiert reagiert der Generalsekretär der ÖVP, Karl Nehammer: „Mir wurde selbst in unzähligen Gesprächen mit LehrerInnen davon berichtet. Wenn religiöse Rituale – egal welcher Religion – die Gesundheit von Kindern gefährden, geht das eindeutig zu weit!“ Selbstverständlich sei die Religionsfreiheit ein hohes Gut und er habe vollstes Verständnis für religiöse Rituale, aber: „Wenn die Religion über dem Kindeswohl steht, ist Schluss“.

Wenn sich Erziehungsberechtigte über die gesundheitlichen Risiken nicht im Klaren seien, dann müsse es im Einflussbereich der Schulen strengere Regeln geben, bringt Nehammer ein Fasten-Verbot ins Gespräch.

(red)

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Politik
  • Ramadan: Nehammer will Schülern das Fasten verbieten
  • Kommentare
    Kommentar melden
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen