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Ramadan hat begonnen

In den meisten islamischen Ländern hat am Montag der Fastenmonat Ramadan begonnen, in dem fromme Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken verzichten.

Anders als in den arabischen Ländern, wo die meisten Menschen im Ramadan verkürzte Arbeitszeiten haben, wird von den Muslimen in Europa in der Regel erwartet, dass sie während ihrer Fastenzeit genauso arbeiten wie sonst.

Das musste jetzt auch der Fußballer Hussein Abdul Ghani aus Saudi-Arabien feststellen, der kürzlich zum Schweizer Super-League-Verein Neuchatel Xamax gewechselt war. Die saudische Zeitung “Okaz” berichtete am Montag, der Verein habe Abdul Ghanis Bitte, ihm im Ramadan zwei Trainingsstunden pro Tag zu erlassen, weil er fastet, nicht stattgegeben.

Im Irak fasten die Sunniten und Schiiten in diesem Jahr wieder einmal getrennt. Während die Sunniten bereits am Montag ihren ersten Fastentag hatten, geht es bei den Schiiten offiziell erst am Dienstag los, wie der Klerus in der Pilgerstadt Najaf entschied. In der Hauptstadt Bagdad hatten die Restaurants trotzdem am Montag tagsüber schon geschlossen. Auch im Sultanat Oman und in Marokko beginnt der Ramadan am Dienstag. Der Beginn des Fastenmonats ist davon abhängig, wann in dem jeweiligen Land der Neumond zum ersten Mal gesichtet wird.

Medien in Saudi-Arabien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten warnten die Muslime am Montag davor, sich während des Ramadans von “professionellen” Bettlern ausnutzen zu lassen. Denn davon sind während des heiligen Monats immer besonders viele unterwegs. Die Zeitung “Gulf News” berichtete, im vergangenen Jahr seien in den Emiraten 93 Ausländer wegen illegalen Bettelns verhaftet und abgeschoben worden.

In Saudi-Arabien hat das Gesundheitsministerium eine “Hallo-Ramadan-Hotline” eingerichtet, die Anfragen zu Gesundheitsproblemen von Fastenden entgegennimmt. Zu den häufigsten Beschwerden zählen Kopfschmerzen.

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