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Rainhard Fendrich: Kokain-Prozess!

Überraschende Anklage gegen den Austropop-Sänger: Die Staatsanwaltschaft Wien hat gegen Rainhard Fendrich Anklage wegen Besitzes und Weitergabe von Kokain erhoben.

Dem Austropop-Sänger wird vorgeworfen, seit 15 Jahren Kokain für den Eigenkonsum bezogen zu haben und darüber hinaus weiter gegeben zu haben. Im Fall eines Schuldspruchs drohen Fendrich nach Paragraf 27 Suchtmittelgesetz (SMG) bis zu sechs Monate Haft.

Die Anklage, die Fendrichs Anwalt Manfred Ainedter heute, Dienstag, per Fax zugestellt wurde, kommt völlig überraschend. Bis zuletzt war davon ausgegangen worden, dass die Staatsanwaltschaft Wien die Anzeige gegen den 51-jährigen Sänger zurücklegen wird, der im vergangenen Mai mit seiner „Kokain-Beichte“ für Schlagzeilen gesorgt hatte. Der Verdacht, Fendrich könnte auch anderen Suchtgift überlassen haben, schien sich nämlich in Luft aufzulösen.

Zuletzt wurde der Barde jedoch von einem Promi-Schneider, mit dem er immer wieder gemeinsam Kokain konsumiert haben soll, massiv belastet. Die Anklage beruht im Wesentlichen auf den Angaben dieses Zeugen. Fendrich-Anwalt Ainedter hält die Vorgangsweise der Staatsanwaltschaft für „skandalös“, wie er Dienstagmittag im Gespräch mit der APA betonte.

Ursprünglich war in dieser Causa erwartet worden, die Justiz würde nach Paragraf 35 Suchtmittelgesetz (SMG) von einer strafrechtlichen Verfolgung Rainhard Fendrichs absehen und die Anzeige zurücklegen. Dies nicht zuletzt deshalb, weil sich der 51-jährige Sänger freiwillig einer Drogentherapie unterzogen hatte, keine einschlägige Vormerkung aufweist und damit als so genannter Ersttäter anzusehen ist.

Mit der Belastung des Promi-Schneiders, der Sänger habe ihm seit dem Jahr 2002 wiederholt Kokain überlassen, fiel jedoch eine entscheidende Bedingung weg, die Voraussetzung für eine Einstellung des Strafverfahrens gewesen wäre: Der Staatsanwalt geht davon aus, dass Fendrich die Drogen nicht ausschließlich zum Eigenbedarf erworben hatte.

„Rainhard Fendrich liegt somit eine über den Erwerb oder Besitz von Suchtgift zum eigenen Gebrauch hinausgehende strafbare Handlung zur Last. Eine vorläufige Zurücklegung der Anzeige scheidet jedenfalls aus, da diese kumulativ voraussetzt, dass die Schuld nicht schwer und die Zurücklegung nicht weniger als eine Verurteilung geeignet erscheint, den Angezeigten von solchen strafbaren Handlungen abzuhalten. Angesichts der zahlreichen und sich über einen Tatzeitraum von mehreren Jahren erstreckenden Weitergabe von Kokain kann nicht (…) von einer ’nicht schweren Schuld’ gesprochen werden“, heißt es dazu in der Anklageschrift.

Staatsanwalt Michael Leitner kreidet Fendrich weiters an, vor der U-Richterin jede Aussage zu den ihm angelasteten Taten verweigert zu haben. Daraus leitet Leitner ab, es könne „aus spezialpräventiver Sicht derzeit nicht festgestellt werden, ob eine vorläufige Zurücklegung der Anzeige für eine Probezeit von zwei Jahren genauso wie eine Verurteilung geeignet scheint, ihn (Fendrich, Anm.) von weiteren strafbaren Handlungen abzuhalten“.

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