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Raiffeisenbanken Vorarlberg steigerten EGT auf 79,4 Mio. Euro

2019 war ein gutes Jahr für die Raiffeisen Bank.
2019 war ein gutes Jahr für die Raiffeisen Bank. ©VOL.AT/Rauch
Die Raiffeisenbankengruppe Vorarlberg (RBV) hat 2019 nach eigenen Angaben ein "gutes Geschäftsjahr" verzeichnet.

Das Betriebsergebnis wuchs gegenüber 2018 von 65,9 auf 70,3 Mio. Euro (plus 6,7 Prozent), das Ergebnis nach Risiko (EGT) um 6,6 Prozent auf 79,4 Mio. Euro (2018: 74,5 Mio.). Die Erwartungen für 2020 sind positiv, durch die Coronakrise aber deutlich gedämpft.

Man habe in den guten Zeiten vorgesorgt und könne nun auch in schwierigen Phasen Menschen und Unternehmen zur Seite stehen, sagte Wilfried Hopfner als Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank. Seit 16. März hätten die Vorarlberger Raiffeisenbanken etwa 4.000 Kreditstundungen ermöglicht sowie Überbrückungs- und Neukredite im Gesamtwert von rund 200 Mio. Euro gewährt, so Hopfner in einer Aussendung am Dienstag. Einfach würden die nächsten Jahre nicht, doch sage die Raiffeisenbankengruppe ihre Unterstützung im Rahmen wirtschaftlicher und regulatorischer Möglichkeiten zu.

"Überaus zufriedenstellend"

Hopfners Angaben zufolge war das vergangene Jahr für die RBV von einem starken Wachstum in wichtigen Bereichen geprägt: "2019 war überaus zufriedenstellend." So wuchs etwa das Ausmaß der Kredite (Forderungen an Kunden) um 7,7 Prozent auf 8,794 Mrd. Euro (2018: 8,163 Mrd.) an. Die RBV zahlte Privaten insgesamt 500 Mio. Euro an Wohnbaukrediten und Unternehmen weitere 530 Mio. Euro an Investitionskrediten aus. Die Einlagen von Kunden stiegen mit 9,438 Mrd. Euro um 5,7 Prozent (2018: 8,927 Mrd.), während das von Raiffeisen verwaltete Kundenvermögen einen Umfang von 11,183 Mrd. Euro (2018: 10,674 Mrd.) erreichte. Das bedeutete eine Steigerung von 4,8 Prozent.

"Sehr gute Kennzahl"

Die Eigenmittel beliefen sich auf 1,220 Mrd. Euro (2018: 1,161 Mrd., plus 5,2 Prozent), die Gesamtkapitalquote lag mit 17,6 Prozent um 0,3 Prozentpunkte niedriger als 2018 (17,9 Prozent). 17,6 Prozent seien aber auch im europäischen Vergleich eine "sehr gute Kennzahl", sagte Vorstand Jürgen Kessler. Durch die solide Liquiditäts- und gute Eigenmittelsituation sei Raiffeisen für die wahrscheinlich steigenden Risikokosten in den nächsten Jahren gewappnet, stellte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Michael Alge fest. Aufgrund der wirtschaftlichen Prosperität in Vorarlberg verzeichnete Raiffeisen 2019 kaum Kreditausfälle. Die dafür gebildeten Wertberichtigungen von 9,1 Mio. Euro konnten daher aufgelöst werden.

Die Raiffeisen Landesbank (RLB) erreichte 2019 ein Betriebsergebnis von 24,9 Mio. Euro (2017: 27,3 Mio.; minus 8,7 Prozent). Das EGT betrug 25,5 Mio. Euro (2018: 24,8 Mio.; plus 2,8 Prozent), aus dem ein Jahresüberschuss in Höhe von 22,5 Mio. Euro (2018: 18,5 Mio.; plus 21,4 Prozent) resultierte. Davon flossen 14,4 Mio. Euro in die Rücklagen, 8,2 Mio. Euro wurden als Bilanzgewinn ausgewiesen. Für die RBV wird der Jahresüberschuss nicht ausgewiesen.

Die RBV besteht aus der Raiffeisen Landesbank sowie 18 selbstständigen Raiffeisenbanken. Mit 1.518 (2017: 1.458) Mitarbeitern werden 250.000 Privatkunden und 19.000 Firmenkunden betreut. Die Anzahl der Neukunden im vergangenen Jahr gab Raiffeisen mit 5.710 (2018: 5.560) an.

(APA)

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