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Raiffeisenbanken Vorarlberg bekamen 2012 Niedrigzinsniveau zu spüren

Die Generalversammlung der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg im Festspielhaus Bregenz.
Die Generalversammlung der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg im Festspielhaus Bregenz. ©Raiffeisenlandesbank Vorarlberg
Bregenz - Die Raiffeisen Bankengruppe Vorarlberg (RBV) bekam im Geschäftsjahr 2012 das niedrige Zinsniveau deutlich zu spüren. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) sank von 67,0 auf 50,7 Mio. Euro, ein Rückgang von 24,3 Prozent.

Das Betriebsergebnis verringerte sich um 17,2 Prozent auf 74,8 Mio. Euro (2011: 90,3). Mit dem Ergebnis sei man in dem “herausfordernden Jahr” durchaus zufrieden, so Vorstandsvorsitzender Wilfried Hopfner, seine Vorstandskollegen Johannes Ortner und Michael Alge sowie Norbert Baschnegger von der Raiffeisenbank am Bodensee bei der Bilanzpressekonferenz am Dienstag in Bregenz. Für 2013 erwarte man ein anhaltend niedriges Zinsniveau, was neuerlich einen Ertragsrückgang bewirken werde.Der historische Niedrigzinssatz habe das Zinsergebnis der aus 23 Raiffeisenbanken und der Raiffeisen Landesbank (RLB) bestehenden Gruppe stark unter Druck gebracht. Die Betriebserträge sanken um 5,2 Prozent auf 240,3 Mio. Euro. Die Risikosituation sei dagegen sehr gut. Dank der Robustheit der Vorarlberger Wirtschaft habe man weniger Wertberichtigungen durchführen müssen als noch 2011. Das EGT sei unter diesen Umständen “durchaus respektabel”, so Hopfner. 2013 werde ebenfalls durch einen massiven Margendruck, schärferen Wettbewerb und höheren Kostendruck geprägt sein. Daher sei für das heurige Jahr erneut ein rückläufiges Betriebsergebnis zu erwarten.

Kunden-Einlagen gestiegen

Die Einlagen von Kunden nahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 7,41 Mrd. Euro leicht zu (2011: 7,35 Mrd.). Mit 6,6 Mrd. Euro fließe der Großteil als Kredite an die Kunden zurück – ein “einfaches und langweiliges Geschäftsmodell”, das aber langfristig erfolgreich sei, so Baschnegger. Die Forderungen an Kunden nahmen um 0,4 Prozent auf 6,55 Mrd. Euro zu. An Neukrediten wurden 855 Mio. Euro vergeben. Die konsolidierten Eigenmittel wuchsen um 4,0 Prozent auf 853 Mio. Euro an. Die Capital Ratio lag bei 13,9 Prozent (plus 0,6 Prozentpunkte).

Kritik an Politik, Behörden und Medien

Das EGT der Raiffeisen Landesbank stieg 2012 wegen verbesserter Beteiligungserträge um 9,0 Prozent auf 20,6 Mio. Euro. Laut dem marktverantwortlichen Vorstand Ortner trage mittlerweile das Firmenkundengeschäft erfreulich zum Ergebnis bei. Die vor zwei Jahren aufgebaute Vermögensmanagement-Abteilung entwickle sich prächtig. Den Beteiligungsbereich – derzeit werden rund 70 Beteiligungen gehalten, etwa an der RZB und der BayWa Vorarlberg – wolle man in Zukunft weiter ausbauen. Ortner betonte die Bedeutung des Vertrauenserhalts in den Bankensektor für den Wohlstand des Landes. Es erscheine ihm “fast fahrlässig, wie sorglos viele Politiker, Aufsichtsbehörden und Medien mit diesem Thema umgehen”. Die persönliche Nähe zum Kunden werde daher umso wichtiger.

“Gesetzesflut” bringt Kosten

Risikovorstand Alge erklärte, die Situation sei angesichts der Zinssituation, des Schweizer Frankenkurses und der nervös reagierenden Kapitalmärkte noch immer “weit entfernt von Normalität und Vorhersehbarkeit”. Einige Sorgen bereiteten der Bankengruppe die Regulationen, welche die Handlungsspielräume einengten und hohe Kosten verursachten. Die kaum mehr übersehbare “Gesetzesflut” werde zu einer echten Belastung für die Banken. Neben sinnvollen Vorgaben wie der Stärkung des Eigenkapitals – die Kernkapitalquote der RBV erfüllte mit 9,2 Prozent bereits die Basel-III-Vorgaben – verursachten viele der Vorschriften mehr Bürokratie und würden langfristig auch die Kredite verteuern.

(APA)

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