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RAF: Ungereimtheiten Buback-Mord

Im Fall des RAF-Mordes am deutschen Generalbundesanwalt Siegried Buback hat dessen Sohn auf angebliche Ungereimtheiten bei den Ermittlungen hingewiesen.

Zwei damaligen Zeugenaussagen zufolge habe möglicherweise eine Frau vom Soziussitz des Motorrads die tödlichen Schüsse auf Buback und seine beiden Begleiter in Karlsruhe abgegeben, schrieb Michael Buback in einem Gastbeitrag für die „Süddeutsche Zeitung“ vom Mittwoch.

In den Prozessen gegen die als Täter verurteilten RAF-Mitglieder hätten diese Aussagen aber „keine erkennbare Rolle gespielt“. Buback erinnerte zugleich daran, dass die Tatwaffe des Anschlags bei der Ex-RAF-Terroristin Verena Becker gefunden wurde, als diese am 3. Mai 1977 festgenommen wurde.

Becker war knapp einen Monat nach dem Buback-Attentat gemeinsam mit dem damaligen RAF-Mitglied Günter Sonnenberg im baden-württembergischen Singen nach einer Schießerei mit der Polizei verhaftet worden. Dabei wurden ein Beamter und Sonnenberg schwer verletzt. Der Ex-Terrorist soll nach bisherigen Erkenntnissen das Motorrad bei dem Karlsruher Anschlag gefahren haben.

Die Debatte um die Rollenverteilung beim Mord an Buback war zuletzt wieder aufgeflammt, nachdem der frühere RAF-Terrorist Peter-Jürgen Boock wiederholt Stefan Wisnieswki als Todesschützen benannt hatte. Die Bundesanwaltschaft leitete vergangene Woche Ermittlungen gegen Wisnieswki ein, der wegen der Schleyer-Entführung durch die RAF von 1978 bis 1999 in Haft gesessen hatte.

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