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Radar mit Frontfotos: Echtbetrieb weiter verzögert

Die neuen Radaranlagen der Asfinag, die auch Bilder von vorne, also vom Lenker, schießen können, laufen nach wie vor im Testbetrieb. Derzeit liefert nur die Anlage auf der Tauernautobahn (A10) in Salzburg und Kärnten verwertbare Bilder. Auf der A21 und der S1 "kämpfen wir noch mit der Bildqualität", sagte der zuständige Projektleiter Ralf Fischer von der Asfinag zur APA. "Es geht um ein neues Projekt, wo noch getestet wird", sagte Oberst Martin Germ, Leiter des Verkehrsdienstes im BMI.

“Fakt ist, dass es Lichtverhältnisse gibt, wo die Qualität nicht passt”, sagte Germ. Dort gebe es laut Asfinag noch Nachjustierungen. “Ich habe aber nie geglaubt, dass das schneller geht”, rechtfertigte Germ die Verzögerungen beim Echtbetrieb. Mit mobilen Radargeräten, die die Polizei im Einsatz hat, könne man bereits jetzt ankommend und abfahrend Bilder von Fahrzeugen schießen, wo auch der Lenker erkennbar sei.

Man sei noch in Erprobung des Systems, hieß es auch von der Landesverkehrsabteilung in Niederösterreich. Von grundsätzlichen Problemen mit der Radar-Frontfotografie sei nichts bekannt, betonte auch Peter Goldgruber, Leiter der verkehrspolizeilichen Abteilung der Bundespolizeidirektion Wien.

Vonseiten des Herstellers Siemens betonte man, dass die Kameras – anders als in der Standardkonfiguration wie sie etwa in Deutschland verwendet wurde – in größerer Distanz zu den Fahrzeugen zu montieren gewesen seien. Auf zweispurigen Autobahnen sei das weiters kein Problem, Schwierigkeiten gebe es lediglich auf dreispurigen Autobahnen. Derzeit befinde sich der Zusatzsensor für die dreispurige Applikation im Testbetrieb. Bis die neuen Radaranlagen mit Frontfotografie nun endgültig in den Echtbetrieb gehen können, werde wohl noch bis nach dem Sommer dauern.

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