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Queen öffnete erstmals ihren Zug

Königin Elizabeth II. (76) hat der britischen Presse erstmals einen Blick in ihren legendären königlichen Zug gestattet. Der Sonderzug erinnert von innen eher an einen Wohnwagen

An einen Wohnwagen der siebziger Jahre als an den luxuriösen Orient Express. Die Klopapierrolle im WC komme sogar von Tesco, der größten britischen Supermarktkette.

Der 1977 zum Silbernen Thronjubiläum ganz nach dem schlichten Geschmack der Queen eingerichtete Zug wird von Plastik und Laminat dominiert. An der Wand hängt eine eingerahmte Senioren-Bahnkarte für Prinz Philip (80), den Ehemann der Queen („Adresse:
Buckingham-Palast“). Eine der wenigen Attraktionen ist ein Kugelloch in einem der Esstische: Ein Polizist hatte vor zwei Jahren versehentlich seine Pistole betätigt und durch den Knall die Queen um halb sechs in der Früh aus dem Schlaf gerissen.

Der königliche Zug hat eine 160-jährige Tradition. Das erste Modell wurde am 13. Juni 1842 von Königin Victoria in Betrieb genommen. „Ich bin recht entzückt davon“, schrieb sie noch am selben Tag an Onkel Leopold, den König von Belgien. Auf ihr Geheiß hin durfte der Zug nie schneller fahren als 64 Kilometer in der Stunde. Alle zwei Stunden musste er anhalten, damit die Königin zur Toilette gehen konnte. Jedes Mal wenn der Zug durch die Elendsviertel der Industriestädte fuhr, ließ sie die Jalousien herunter.

Prinz Charles war als Bub fasziniert davon, dass der Lokomotivführer den Zug im Bahnhof immer so stoppen konnte, dass die Tür des Waggons der Queen genau vor dem roten Teppich zum Stillstand kam. Mit der Zeit erfuhr er, dass ein Bahnbeamter mit einer gelben Flagge dem Lokführer Zeichen gab.

Die Tage des Zuges sind nun möglicherweise gezählt, denn obwohl er alles andere als ein „Palast auf Rädern“ ist, kostet er im Jahr 960.000 Euro. Im Dezember hatten Elizabeth und Philip erstmals einen regulären Zug ausprobiert: Für umgerechnet 60 Euro fuhren sie erster Klasse von London nach Chippenham bei Bristol.

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