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Qualität "sticht", nicht der Rabatt

Höchst - Topqualität "sticht" bei Kunden noch vor dem Preis. Innovationskompetenz ist für den Unternehmenserfolg entscheidender, als Produkte selbst zu fertigen.

Erfolg hängt zu 70 bis 80 Prozent von der Führungskultur, nur zu 20 bis 30 Prozent von der Führungstechnik in einem Unternehmen ab. Und: „Zu wachsen, ohne Gewinne zu schreiben, endet tödlich.“

Das Leben dieser vier Prinzipien bezeichnete heute der Gastreferent des 12. von der Hypo veranstalteten „Unternehmer-Frühstücks“ bei Grass Beschläge in Höchst, Grass-Eigentümer Prof. Dr. h.c.mult. Reinhold Würth, als zentrale und Ausschlag gebende Ursachen für den fast atemberaubenden Erfolg des Befestigungs- und Montagetechnik-Weltmarktführers aus dem baden-württembergischen Künzelsau. 1945 von seinem Vater als Schraubengroßhandlung gegründet, musste Reinhold Würth nach dessen plötzlichem Tod 1954 19-jährig die Firma auf Kurs halten und schaffte noch viel, viel mehr: 2007 schrieb der mit über 400 Gesellschaften in über 80 Ländern weltweit präsente Familienkonzern mit über 65.000 Beschäftigten über 8,5 Mrd. Euro Umsatz, in zehn Jahren sollen „deutlich über 100.000 MitarbeiterInnen 21 bis 22 Umsatzmilliarden in die Würth-Bücher eintragen“.

Apropos zehn Jahre. Auf diese Distanz hinaus äugte Prof. Würth ein (Unternehmer-)Leben lang in die Zukunft, plante, disponierte, budgetierte und formulierte Vorgaben für diese Phase, denn: „2009 ist heute eigentlich schon Vergangenheit“. Und legte mehr oder weniger regelmäßig – prognosebezogen – Punktlandungen hin. Das Wachstum habe er „konsequent mit Liquidität unterlegt“, weil „Wachstum ohne Gewinn zu schreiben tödlich ausgeht“. Das Wachstum wie die Liquidität basierte auf der engen Kooperation mit den Würth-Kunden: „Sie haben uns unsere Spitzenqualität mit Deckungsbeiträgen, mit Cash-flow abgegolten.“

Apropos Spitzenqualität: Sie war und ist für den „Schraubenriesen“ nicht verhandelbar. „Für unsere mehr als 3 Millionen Kunden weltweit war und ist klar: Würth-Produkte sind nicht billig, wir schleudern nicht, dafür ist auf sie 100 Prozent Verlass“, so das Credo des „Ritters der Ehrenlegion“ und Mitglieds der „Business Hall of Fame“ Reinhold Würth. Auch was den Stellenwert eigener Innovationskompetenz betrifft, gibt der Erfolg der Würth-Strategie recht: Denn nur 5 Prozent des Umsatzes stammen aus eigener Fertigung, den großen Rest erzeugen Partner, denen der Auftraggeber penibel auf die Finger schaut.

Wenn Würth heute so offenkundig den Unterschied zwischen Führungstechnik (im Prinzip das Prozessmanagement aller erfolgsrelevanten Abläufe) und Führungskultur betonte, so wird Letztere für ihn vor allem an Mitarbeitermotivation, Berechenbarkeit und Zuverlässigkeit, an Vertrauensbildung nach innen und außen ablesbar. „Gesten der Anerkennung und des Dankes müssen so beschaffen sein, dass Mitarbeiter spüren und wissen, wie sehr wir ihren Input in den Gesamterfolg schätzen. Und wir sind kein bittergallenernster Laden, Erfolge werden bei uns regelmäßig und gebührend gefeiert“, verwies Würth auf den Umtrunk im kleinen Team ebenso wie auf die 10-Tage-Kanada-Reise mit Partner als Incentive für Top-Außendienstler.

Noch ein Erfolgsgeheimnis verriet die Unternehmer-Legende Würth den über 300 Zuhörern beim Hypo-Frühstück in der Grass-Werkshalle. „Führungskräfte müssen Vorbild sein. Unser Management bis zur dritten Ebene besucht verpflichtend an mindestens einem Arbeitstag pro Quartal mit Kundenbetreuern deren Klientel: Und dieser eine Tag am point of sale bringt mehr, als es zwei Wochen Seminare, Colloquien, Brainstormings etc. je bringen könnten“, plauderte der Verdienstkreuzträger der Bundesrepublik Deutschland aus der (Würth-)Schule.

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