Putschgerüchte gegen Stoiber

In der CSU verbreiten sich Putschgerüchte gegen Stoiber. Allen Appellen der Parteispitze zum Trotz wurden Pläne mit personellen Konstellationen für eine Ablösung Stoibers diskutiert.

Ein Zusammentreffen des CSU-Vorsitzenden mit seiner innerparteilichen Kontrahentin Gabriele Pauli brachte am Freitag keine Beruhigung in die Diskussion.

Er wisse, dass er im Feuer stehe, sagte Stoiber beim Neujahrsempfang der Staatsregierung. „Wer in der Küche arbeitet, muss auch Hitze vertragen. Aber ich will schon etwas tun, dass es wieder abkühlt.“ Die Deutung dieser Äußerungen ließ Stoiber offen.

Pauli, die mit Spitzel-Vorwürfen gegen Stoibers Staatskanzlei die jüngste Krise ins Rollen gebracht hatte, wünschte dem Regierungschef beim Empfang „alles Gute und viel Kraft für alles was kommt – egal wie es kommt“. Nach dem kaum 15 Sekunden dauernden Treffen sagte sie, es werde bei dem für den 18. Jänner verabredeten weiteren Treffen viel Zeit für ein ausführlicheres Gespräch geben.

In der CSU-Landtagsfraktion mehren sich die Vermutungen, dass Stoiber nicht zu halten sein wird. Wie im Jahr 2005 – vor dem Berliner Rückzieher Stoibers – wird als ein Kandidat für die Stoiber- Nachfolge Wirtschaftsminister Erwin Huber genannt. Dies verlautete am Freitag übereinstimmend aus Abgeordneten-Kreisen. Zweiter Kandidat als Ministerpräsident ist Innenminister Günther Beckstein, wie auch die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

Beckstein selbst forderte ein baldiges Ende des Personalstreits. Er verwies auf das Treffen der CSU-Landtagsfraktion in Kreuth in der kommenden Woche. „Die Fraktion muss dort klären, wie es weitergeht.“

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