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Putin kritisierte wieder US-Pläne

Russland - Präsident Putin hat erneut heftige Kritik an den Plänen Washingtons für eine Raketenabwehr in Osteuropa geübt.

„Hier soll ein Schutzwall geschaffen werden gegen etwas, das gar nicht existiert“, sagte Putin in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Durch die Pläne der US-Regierung werde Moskau „gezwungen zu reagieren“.

Durch Amerikas Vorgehen werde „die Möglichkeit zur Entfesselung eines nuklearen Konflikts sogar größer“, warnte Putin, „die strategische Balance in der Welt wird gestört“. Die USA sind mit Polen und Tschechien über den Bau des Raketenabwehrsystems im Gespräch. In Tschechien soll eine Radaranlage, in Polen ein Raketenstützpunkt entstehen.

Putin versteht sich als „echter Demokrat“. Kritik an seinem Vorgehen gegenüber Oppositionellen beantwortet er mit harscher Gegenkritik: „In Amerika wird gefoltert, zum Beispiel in Guantanamo, in Europa geht die Polizei mit Gas gegen Demonstranten vor.“

Als Nachfolger in seinem Amt im März kommenden Jahres denkt Putin an einen „ehrlichen, anständigen, hochprofessionellen Politiker mit großer Erfahrung, dem die meisten Wähler ihr Vertrauen schenken können“. Mit dem Ende seiner Amtszeit wolle er aber nicht in den Ruhestand, sagte der 54-Jährige weiter. Für die Rente sei er noch zu jung.

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