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Putin-Kritiker werden in Sex-Falle gelockt

Die russische Opposition rückt durch Sex-Skandale unfreiwillig ins Rampenlicht. Es sind Videos aufgetaucht, die Regimekritiker in eindeutigen Posen zeigen. Gelegenheitsmodel Katja Gerassimowa hat bereits zahlreiche Oppositionelle in ihre Sexfalle tappen lassen. Moskau rätselt über die Hintermänner des Skandals.

Auf den Videos, die jetzt auf der Website kanal911.com veröffentlicht wurden, sind der liberale Satiriker Viktor Schenderowitsch, der Nationalbolschewist und Schriftsteller Eduard Limonow sowie der frühere Chef der rechtsradikalen „Bewegung gegen illegale Immigration“, Alexander Potkin zu sehen. Auch den Chefredakteur des vom Springer Verlag herausgegebenen Wochenmagazins „Newsweek Russia“, Michail Fishmann, fing die brünette Mu-Mu ein. In der Wohnung mit den versteckten Kameras wurde Fishmann in Unterhose beim Schnüffeln eines weißen Pulvers abgefilmt.

Es war immer die gleiche Wohnung und immer das gleiche Model: Katja Gerasimowa. Dem Gelegenheitsmodel, Anfang 20, mit dem Spitznamen Mu-Mu, konnte offenbar niemand widerstehen.

Die Betroffenen streiten die Echtheit eines Teils der Szenen nicht ab. “Ich habe mit Katja geschlafen, übrigens ohne besonders großes Vergnügen, weil die Mitarbeiterin so langweilig war, wie eure ganze trübselige Gestapo”, spottet Schinderowitsch. Limonow dementiert eine Szene als Montage. “Die Aufnahmen stammen aus dem Frühjahr 2009”, erklärt Below-Potkin. “Ich habe schon damals begriffen, dass Katja ein Lockvogel war.”

Im Auftrag des Kremels?

Die Botschaft der Videos ist klar: Diejenigen, die den Staat und seine Führung wegen ihrer verkommenen Moral verklagen, sind selbst moralisch fragwürdig. Alle unfreiwilligen Darsteller der Schmuddelvideos haben ein schwieriges Verhältnis zum Kreml. Russland rätselt: Steckt hinter diesen Geheimdienstmethoden etwa der Kreml oder gar Ministerpräsident Putin selbst?

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