Puma setzt nach Gewinneinbruch auf große Produktkampagne

Vorstandsvorsitzender Björn Gulden präsentiert Quartalszahlen des Unternehmens.
Vorstandsvorsitzender Björn Gulden präsentiert Quartalszahlen des Unternehmens. ©dpa
Es ist das zweite Jahr in Folge, in dem der Gewinn bei Puma abstürzt. Damit sei er alles andere als glücklich, gibt Puma-Chef Gulden zu. Um das Wachstum für 2015 zu sichern, sei eine Neuausrichtung des Konzerns wichtig.

Der Sportartikelhersteller Puma ist im vergangenen Jahr nur knapp an den roten Zahlen vorbeigeschrammt und erwartet neues Wachstum frühestens für 2015. “Es besteht kein Zweifel daran, dass Pumas Markenbegehrtheit gesteigert, die Absatzprobleme behoben und die Vertriebswege verbessert werden müssen”, räumte Unternehmenschef Björn Gulden am Donnerstag in Herzogenaurach ein. Für das aktuelle Jahr rechnet der weltweit drittgrößte Konzern der Branche mit einem stagnierenden Umsatz. Der Gewinn hingegen soll sich wieder deutlich verbessern.

Folge negativer Währungseffekte

2013 war das Ergebnis erneut massiv eingebrochen. Untern dem Strich erwirtschaftete Puma nur noch 5,3 Millionen Euro, nach 70 Millionen Euro im Vorjahr – und bereits damals war der Gewinn wegen hoher Kosten für den laufenden Konzernumbau schmerzhaft abgestürzt.

Der Umsatz ging 2013 vor allem aufgrund negativer Währungseffekte um fast neun Prozent auf knapp drei Milliarden Euro zurück. Doch auch währungsbereinigt zeigte sich ein Rückgang. Zurückhaltend waren Kunden in Europa, zudem waren Schuhe weniger gefragt. Entsprechend enttäuscht reagierte die Börse.

90 Mio. Euro für 2014 geplant

Für das laufende Jahr rechnet das vom französischen Luxusgüterkonzern Kering kontrollierte Unternehmen mit weltweit 11 000 Mitarbeitern mit einem stagnierenden Umsatz und einem leichten Anstieg der Rohertragsmarge. Der Gewinn soll sich mit etwa 90 Millionen Euro wieder deutlich verbessern. “Natürlich sind wir mit diesen Zahlen nicht glücklich”, sagte der erst seit Sommer amtierende Gulden. Doch es gelte derzeit, Pumas Organisation und die Prozesse zu optimieren, um den Konzern für die Zukunft schneller und effizienter zu machen.

“Das Ziel ist es, 2015 wieder zu wachsen”, kündigte Gulden an. Allerdings sei dies davon abhängig, ob sich der Handel und die Konsumenten von den neuen Produkten überzeugen ließen. Ein Problem dabei: Die “Forever Faster”-Kampagne, mit der Puma massiv in Marketing investieren wird, startet erst im Herbst; die Produkte für 2015 werden allerdings bereits jetzt vom Handel geordert.

Klare Markenstrategie

Dennoch setzt Puma große Hoffnungen in die Kampagne, die die Franken noch mehr als Sportmarke mit leistungsfördernden Produkten denn als Lifestyle-Marke mit modischen Trendklamotten präsentieren soll. Der Repositionierung soll auch die kürzlich bekanntgegebene Zusammenarbeit mit dem Fußballclub Arsenal London sowie dem italienischen Nationalstürmer Mario Balotelli dienen.

(dpa/red)

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