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Puma droht Markenrecht Entzug

Der Sportartikelhersteller Puma könnte wegen eines Formfehlers beim Patentantrag die Re­chte an einem seiner Markenzeichen verlieren.

Hintergrund ist eine Klage des US-Rivalen K-Swiss http://www.kswiss.com, der die geschützten Markenrechte für den gebogenen Puma-Lederstreifen aberkennen lassen will. Geht der Rechtsstreit zugunsten von K-Swiss aus, dann könnte schon bald jeder in den USA Sportschuhe legal herstellen und im freien Verkauf anbieten, die denen von Puma zum Verwechseln ähnlich sehen. So steht die prestigeträchtige Identität der Bayern auf dem Spiel.

“Dass Puma nur aufgrund eines Formfehlers das Markenrecht über seinen Formstrip verlieren könnte, ist dramatisch. Schließlich wirkt die Marke für die Kunden identitätsstiftend und erzeugt somit einen gestaltenden Zusammenhang”, unterstreicht Thomas Otte, Markenexperte und Inhaber des gleichnamigen Beratungsunternehmens http://www.brand-consulting.com , auf Nachfrage von pressetext. Laut dem Markeninsider steht der Formstrip wie auch der Schriftzug oder die Raubkatze als Emblem für Markenvertrauen. “Sollte Puma dieses bedeutende Markenelement nun verlieren, dann würde ein wahrnehmungspsychologisches Logo der Marke verschwinden. Daraus resultiert nicht zuletzt auch ein ökonomischer Schaden für den Konzern”, führt Otte aus. Im Gespräch mit pressetext wollte sich Puma “zum laufenden Verfahren nicht äußern”.

Experten schätzen, dass der gebogene Lederstreifen, der alle Puma-Schuhe ziert, für den Konzern mindestens genauso wichtig ist wie das Logo der springenden Raubkatze. K-Swiss will vor Gericht durchsetzen, dass dieser sogenannte Formstrip nicht länger geschützt bleibt. Die Chancen stehen Rechtsexperten nach nicht schlecht. Die Deutschen sollen das US-Patentamt bei der Anmeldung des Formstrips nicht darüber informiert haben, dass ihre US-Tochter, die Puma North America, Miteigentümer des Lederstreifens ist. In dem von K-Swiss bereits bei einem Gericht im US-Bundesstaat Massachusetts eingereichten Antrag soll Puma nun für den Fehler gerade stehen. Schließlich hätten die Herzogenauracher dem Patentamt damals bei der Anmeldung schriftlich versichert, dass kein anderer Rechte an dem Streifen besitzt.

In Konsequenz würde eine solche Falschangabe den Markeneintrag ungültig machen und sei nachträglich nicht mehr korrigierbar, berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung heute, Mittwoch. Den bereits seit März dieses Jahres andauernden Rechtsstreit hat aber Puma als erster angezettelt. Da der Lederstreifen auf einem Schuhmodell von K-Swiss Pumas ähnelt, haben die Deutschen versucht, den K-Swiss zu zwingen, diese Schuhe zu vernichten. Dieser Schuss könnte für Puma nun nach hinten losgehen. K-Swiss wirft Puma nicht nur vor, dass sie das Patentamt belogen hätten. Auch sei es von Vorteil für Puma, wenn das Zeichen nur für die Puma AG eingetragen sei. Auf diese Weise spare man illegal enorm Steuern, so der Vorwurf.

Trotz Wirtschafts- und Finanzmarktkrise und einer 94-prozentigen Gewinnschmelze im ersten Quartal konnte man zum 31. Juli dieses Jahres überraschende Umsatzsteigerungen verkünden. Wie Pumas Mutterkonzern PPR bekannt gab, trugen die Deutschen im zweiten Quartal mehr als 600 Mio. Euro Umsatz bei. Im direkten Vergleich zum Vorjahreszeitraum (577 Mio. Euro) entspricht dies einer Steigerung um rund vier Prozent. Dabei hatten Experten einen Rückgang auf 569 Mio. Euro erwartet.

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