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Puelachers Bilanz: "So viel Spaß hatten wir schon lange nicht"

Puelacher: "Diese WM wird für uns als Erfolg in die Geschichte eingehen".
Puelacher: "Diese WM wird für uns als Erfolg in die Geschichte eingehen". ©APA
Dank Marcel Hirscher und Hannes Reichelt durften die österreichischen Ski-Herren nach der WM zufrieden Bilanz ziehen. "Alle die da waren, und zwar wirklich alle, haben sich sehr gut präsentiert. Diese WM wird für uns als Erfolg in die Geschichte eingehen, wir sind happy", meinte Herren-Cheftrainer Andreas Puelacher und fügte hinzu: "Wir fahren nach Hause und brauchen uns nicht verstecken."
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Gleich im Auftaktbewerb, dem Super-G, war das Team laut Puelacher “brutal stark”. Schließlich holte Reichelt Gold, Matthias Mayer wurde Vierter. Der 24-jährige Abfahrts-Olympiasieger Mayer hatte in den USA ganz allgemein nicht das letzte Glück auf seiner Seite.

“Matthias ist eine gute WM gefahren”

Dennoch merkte Puelacher an: “Matthias ist eine gute WM gefahren. Wenn du Olympiasieger wirst und dann die Erwartungen ins Immense steigen, dann ist das für einen jungen Menschen nicht so einfach.” Die Saison nach einem derartigen Erfolg sei eben einfach die schwierigste.

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Nach dem Super-G kam die Abfahrt. “Diese berühmte Abfahrt”, wie Puelacher angesichts des historischen Debakels, in dem Mayer als bester Österreicher Zwölfter wurde, anmerkte. “Wir hatten eine Top-Mannschaft am Start, das hat man im Vorfeld der WM und bei den Trainings gesehen. Wir hatten dann aber ein bisschen Pech mit den Bedingungen und haben zudem kleine Fehler gemacht.”

Stimmung war ausschlaggebend für die Erfolge

Nach der Heim-WM in Schladming (“Der Druck war heftig und brutal”) entwickelte sich das Teamhotel “Charter” diesmal zu einer wahren Wohlfühl-Oase für Österreichs Skifahrer. “Wir Athleten, Serviceleute und Trainer haben eine Stimmung erzeugt, die im Endeffekt sehr wichtig und ausschlaggebend für die Erfolge war. So viel Spaß wie da hatten wir schon lange nicht.”

Während sich im Weltcup-Alltag die Läufer und Läuferinnen nach dem Essen recht rasch in ihre Zimmer verziehen, wurde in Beaver Creek in einer großen Gemeinschaftsküche gekocht und gegessen. “Das war ein Riesenspaß. Nach dem Essen sind wir zusammengesessen, haben geplaudert und geblödelt. Es gab keine Spannungen, es war ein richtig angenehmes Arbeiten für uns alle”, berichtete Puelacher.

Puelacher: Hirscher perfekt integriert

Auch Superstar Hirscher sei perfekt ins Team integriert. Dass der Salzburger oft als Einzelkämpfer fernab des ÖSV bezeichnet wird, liegt Puelacher stets ganz besonders im Magen. “Wenn er sie braucht, dann kriegt er seine Freiheiten. Aber gerade in diesem Winter hat Marcel brutal wenig alleine trainiert”, stellte Puelacher fest.

Und man dürfe nicht vergessen, dass Leute wie Hirschers persönlicher Coach Michael Pircher ÖSV-Angestellte sind. “Diese Leute arbeiten Tag und Nacht für Marcel. Aber auch der ÖSV arbeitet Tag und Nacht für Marcel”, so Puelacher.

Die Atmosphäre im ÖSV-Quartier machte es möglich, den “Abfahrtsschock” (Puelacher) schnell zu verdauen. “Ich bin vom Berg runter gekommen und hab mir gedacht: ‘Geh leck mich doch.’ Aber schon am Abend bei der Mannschaftssitzung ist die Stimmung wieder umgeschlagen”, berichtete Puelacher.

“Riesentorlauf war ganz, ganz großer Sport”

Es folgten die Goldenen von Hirscher in der Kombi sowie im Teambewerb und Riesentorlauf-Silber durch Hirscher. “Der Riesentorlauf war ganz, ganz großer Sport”, schwärmte Puelacher vom Showdown, der mit dem US-Heimsieg von Ted Ligety geendet hatte.

Dass der abschließende Slalom durch das Aus von Goldanwärter Hirscher zur ÖSV-Abfuhr wurde, passte zu den Diskussionen um die Slalom-Krise der vergangenen Wochen. “Dass wir trotz dieser positiven WM noch viel Arbeit haben, das wissen wir”, sagte Puelacher. Dennoch betonte der Chefcoach mit einem Blick auf die aktuellen FIS- und Europacup-Wertungen, dass das Wellental bereits durchschritten sei.

Nachwuchsbereich macht Hoffnung

“Es geht im Nachwuchsbereich wieder leicht bergauf. Jetzt heißt’s dranbleiben”, forderte Puelacher. Im Slalom sei die Situation ganz klar am schwierigsten, doch bis zur WM 2017 in St. Moritz erwartet sich Puelacher bereits neue ÖSV-Gesichter an der Weltspitze. Das wird auch notwendig sein, schließlich werden dann Mario Matt und Reinfried Herbst sowie womöglich auch Benjamin Raich nicht mehr dabei sein.

Ski-WM: Vail/Beaver Creek vierterfolgreichste WM für ÖSV

Die bisher erfolgreichsten Ski-Weltmeisterschaften für Österreichs Alpine sind nach wie vor die Titelkämpfe 1962 in Chamonix, als insgesamt 15 Medaillen – sechs in Gold, vier in Silber und fünf in Bronze – erobert wurden. Bei der WM 2015 in Vail/Beaver Creek errang das Team fünf Gold-, drei Silber- und eine Bronzemedaille und nimmt damit nun Position vier ein.

Österreichs Medaillen-Bilanzen bei alpinen Ski-Weltmeisterschaften:

Gold    Silber   Bronze  Total
1962 Chamonix                  6        4        5     15
1999 Vail                      5        3        5     13
1991 Saalbach-Hinterglemm      5        3        3     11
2015 Vail/Beaver Creek         5        3        1      9
1933 Innsbruck                 5        2        2      9
1958 Bad Gastein               4        4        1      9
1956 Cortina (Olympia)         4        3        3     10
2011 Garmisch-Partenkirchen    4        3        1      8
1978 Garmisch-Partenkirchen    4        –        3      7
2001 St. Anton am Arlberg      3        6        2     11
2003 St. Moritz                3        5        1      9
2005 Bormio und Santa Caterina 3        4        4     11
1964 Innsbruck (Olympia)       3        4        3     10
2007 Aare                      3        3        3      9
1974 St. Moritz                3        3        2      8
1950 Aspen                     3        3        1      7
1989 Vail                      3        2        1      6
1941 Cortina (inoffiziell)     3        –        3      6
1935 Mürren                    3        –        1      4
1954 Aare                      2        3        3      8
1952 Oslo (Olympia)            2        3        2      7
1939 Zakopane *                2        3        2      7
2013 Schladming                2        2        4      8
1936 Innsbruck                 2        1        3      6
1980 Lake Placid (Olympia)     2        1        3      6
2009 Val d’Isere               2        1        2      5
1932 Cortina                   1        3        4      8
1993 Morioka                   1        3        4      8
1948 St. Moritz (Olympia)      1        2        3      6
1960 Squaw Valley (Olympia     1        2        2      5
1972 Sapporo (Olympia)         1        2        2      5
1970 Gröden                    1        2        1      4
1996 Sierra Nevada             1        2        1      4
1968 Grenoble (Olympia)        1        1        4      6
1976 Innsbruck (Olympia)       1        1        –      2
1997 Sestriere                 1        –        3      4
1982 Schladming                1        –        2      3
1985 Bormio                    –        4        1      5
1987 Crans Montana             –        3        1      4
1931 Mürren                    –        2        1      3
1966 Portillo                  –        1        2      3
1937 Chamonix                  –        1        –      1
———————————————————
97       98       95    290

Abzüglich der inoffiziellen WM 1941 in Cortina
3        –        3      6
Abzüglich der WM 1939 in Zakopane (alle Österreicher
starteten für Deutschland)
2        3        2      7
———————————————————
92       95       90    277

Anmerkung: An der WM 1934 in St. Moritz nahm Österreich nicht teil.

* Österreicher starteten für Deutschland

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