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Pssst! Redeverbot in Bregenz

"Wir sprechen nicht mehr!" Bei SW Bregenz liegen nach den Vorfällen der letzten Tage die Nerven blank. Denn Präsidium, Trainer und Spieler haben sich ein Schweigegelübde auferlegt und reden nicht mehr öffentlich.

So still war es bei SW Bregenz noch nie. Zumindest intern scheint beim T-Mobile-Bundesligisten Ruhe eingekehrt zu sein – denn die Spieler wollen bzw. dürfen nach der Überweisung der ausstehenden Prämien nicht mehr öffentlich reden. „Wir sagen nichts mehr”, richtete Manager Josef Kaiser am Mittwochabend eine Botschaft an die Öffentlichkeit. Und schloss im selbstauferlegten Schweigegelübde Spieler und Trainer mit ein. Was der Manager damit ausdrücken will: Der Verein ist in die negativen Schlagzeilen geraten – und das ist schlecht für das Image.

Doch das hätte der Klub selbst vermeiden können. Statt Hinhalte- und Verschleierungstaktik hätte ein richtiges Handeln zu einem wesentlich früheren Zeitpunkt die Beinahe-Eskalation vermieden. Denn Krisen gibt es überall – stellt sich nur die Frage, wie man damit umgeht. Mit Aussagen wie „Das geht niemand etwas an”, können Schwierigkeiten kaum gemeistert werden. Zumal SW Bregenz ein Profiklub ist, der das Interesse Tausender Fußballfans im Ländle weckt.

Nach den Turbulenzen in den vergangen Wochen hoffen die Vverantwortlichen, dass die sportliche Zukunft positiv in Angriff genommen werden kann. Laut Vereinsangaben ist der Klub schuldenfrei und blickt optimistisch in die neue Saison.

Berchtold, Hlinka: Noch keine Lösung
Dietmar Berchtold und Peter Hlinka könnten kommende Saison bei SW Bregenz bleiben. Laut Informationen von der SWB-Homepage gab es mit den Spielern, die sich nach ihrer Kündigung in einem vertragslosen Zustand befinden, am Donnerstag ein Gespräch mit Manager Josef Kaiser, in dem die Spieler signalisierten, in Bregenz bleiben zu wollen. Kaiser legte ihnen ein neues Angebot mit verlängerter Laufzeit vor. Berchtold und Hlinka, die angeblich auch schon im Besitz  anderer Angebote sind, erbaten sich Bedenkzeit bis Montag. Björn Otto Bragstad wird seinen bis Dezember 2004 laufenden Vertrag diesen Informationen zufolge ebenfalls erfüllen.

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