Präzise Arbeit mit Tonnen am Bodenseeufer

Fußach - Gleich tausendfach werden an den Ufern und in den zahlreichen Häfen am „Schwäbischen Meer“ alljährlich im Frühling und im Herbst Boote aus- oder eingewassert.

Segel- und Motorjachten unterschiedlichster Größenordungen werden dabei von oder auf sogenannte „Hafentrailer“ oder Böcke gehievt und im Herbst winterfest gemacht.

1200 Boote, 3600 Tonnen

So auch im Rohnerhafen in Fußach, wo Mario Hämmerle seit dreizehen Jahren zwischen März und Mai sowie September und November jeweils rund 600 Boote mit seinem Kran in oder aus dem Wasser hievt. Übers Jahr gerechnet hat der gelernte Werkzeugmacher damit rund 1200 Boote mit einem Gesamtgewicht von geschätzten 3600 Tonnen an den Gurten seines Krans hängen.

Vorsicht als Kriterium

„Bei dieser Arbeit spielen das Einschätzungsvermögen und langjährige Erfahrungswerte sowie eine gesunde Portion Vorsicht eigentlich die größte Rolle“, betont der zweifache Familienvater aus Fußach, der über 17 Jahre hinweg als Kiesschifffahrer über den Bodensee schipperte. So wird beispielsweise jenes Gurtenpaar, von dem die Boote quasi getragen werden, jährlich einer peniblen Kont­rolle unterzogen. Bis zu 17 Boote hievt Hämmerle, der unter Bootseignern als „stets gut gelauntes Original“ gilt, derzeit mit seinem Schiffskran pro Tag aus dem Wasser des Bodensees. Rasanter geht das Ganze allerdings im Frühling, wo naturgemäß sämtliche Freizeitkapitäne so rasch wie möglich ins Wasser wollen, über die Bühne. „Beim Einwassern schaffe ich bis zu 22 Schiffe pro Arbeitstag.“

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