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Prävention - zielgruppengerecht und dadurch umso wirksamer

Bregenz - Unter dem - bewusst provokant formulierten - Titel "Umgang mit Vielfalt. Ist die Prävention überfordert?" stand die 3. Trinationale Tagung am Donnerstag in Bregenz.

Rund 60 Fachleute aus der Schweiz, Liechtenstein, Deutschland und Vorarlberg nahmen an der Veranstaltung teil, die von der Werkstatt für Suchtprophylaxe SUPRO organisiert wurde. “Die Suchtarbeit zählt zu jenen Bereichen, wo ein regelmäßiger grenzüberschreitender Erfahrungsaustausch und ein koordiniertes Vorgehen besonders wichtig sind”, sagte Gesundheitsreferent Landesstatthalter Markus Wallner bei der Eröffnung. Die Durchführung solcher Fachtagungen zeuge daher vom Weitblick der Verantwortlichen in den beteiligten Institutionen.

Im Mittelpunkt der Tagung standen Fragen der Gesundheitsförderung und Suchtprävention mit Fokus auf zielgruppengerechte Angebote. Wallner: “Maßnahmen, die konkrete Personenkreise ganz gezielt ansprechen, sind umso wirksamer. Deshalb geht es bei den Präventionsaktivitäten der Zukunft darum, bestimmte Zielgruppen noch besser zu erreichen.”

Die SUPRO bewährt sich in Vorarlberg seit vielen Jahren als kompetente Fachstelle in Sachen Suchtprävention, unter deren Federführung erfolgreiche Projekte wie “Kinder stark machen”, “Spaß mit Maß” und das im Rahmen des Staatspreises Werbung 2008 ausgezeichnete KENNiDI umgesetzt wurden bzw. werden. Wesentliches Ziel der SUPRO ist es, einen Beitrag zum körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefinden junger Menschen zu leisten. Darin sieht LSth. Wallner eine grundlegende Aufgabe: “Jugendlichen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre eigene Gesundheit zu vermitteln, ist die Voraussetzung, um auch als Erwachsener Gesundheit als wesentlichen Bestandteil des alltäglichen Lebens zu verstehen.”

Als Hauptreferent der Trinationalen Tagung sprach der Düsseldorfer Universitätsprofessor Heiner Barz zum Thema “Gesundheitsbildung und Milieu”. Wegen des in verschiedenen sozialen Milieus sehr unterschiedlichen Verständnisses von Gesundheit und Krankheit, von Fitness, Sport, Risiko- und Genußorientierung bietet dieses sozialwissenschaftliche Modell eine Reihe von Ansatzpunkten für für Prävention und Intervention. Professor Barz erläuterte ausgewählte Befunde und mögliche Umsetzungsstrategien für die Praxis.

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