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Pärson will in zweiter Heimat auftrumpfen

Im vergangenen Februar hat die Slowenin Tina Maze die Weltcup-Abfahrt von St. Moritz in einer Wetterlotterie vor der Tirolerin Maria Holaus und der Schweizerin Lara Gut gewonnen.

Geht es nach den Wetterprognosen, dürfte das Speedrennen am Samstag (10.45 Uhr/live ORF 1) ebenfalls wieder bei schwierigen Verhältnissen in Szene gehen. Topfavoritin ist die Schwedin Anja Pärson, die am Freitag nicht nur den Super-G der Super-Kombination gewonnen hat, sondern im Dezember 2007 in den Ersatzrennen für Val d’Isere in St. Moritz das Speed-Double geschafft hat.

Die 27-jährige Pärson bezeichnet St. Moritz als ihre “zweite Heimat”, auf die Speed-Bewerbe im Dezember freut sie sich ohnehin jedes Jahr besonders. “Ja, mal sehen, ich hoffe auf ein gutes Wochenende hier”, meinte die Läuferin aus Tärnaby, die als eine von vier Damen in allen fünf Alpin-Disziplinen gewonnen hat. In den von Wind beeinträchtigten Abfahrtstrainings am Mittwoch und Donnerstag war sie auf die Ränge drei und zehn gekommen, allerdings war sie im zweiten verkürzten Zeitlauf auf der “Corviglia” wie viele Konkurrentinnen aufrecht durch Ziel gefahren, so auch die US-Amerikanerin Lindsey Vonn.

Renate Götschl führt das kleine österreichische Abfahrts-Aufgebot am Samstag an, das von Elisabeth Görgl, Silvia Berger, Ingrid Rumpfhuber, Nicole Schmidhofer und Regina Mader komplettiert wird. Anna Fenninger hat nach einer Erkrankung die Super-Kombination am Freitag bestritten, muss wegen fehlendem Trainings aber die Abfahrt auslassen. Maria Holaus, die sich am Mittwoch im Training nach der Landung nach einem Sprung einen Bluterguss im rechten Knie zugezogen hat, wird aber vermutlich an den Start gehen. “Sie macht noch Therapie in Innsbruck und kommt dann am Abend wieder nach St. Moritz, ich gehe davon aus, dass sie fahren wird”, sagte ÖSV-Trainer Roman Kneisl.

Fraglich ist das Antreten von Andrea Fischbacher, die am Freitag im Super-G schwer zu Sturz kam und mit ÖSV-Arzt Reinhard Mittermair zum Röntgen und Ultraschall der rechten Schulter fuhr, eine erste Diagnose ergab eine Prellung und damit einen glimpflichen Ausgang. Die Salzburgerin hat ein zwiespältiges Verhältnis zur “Corviglia”, am 16. Dezember 2007 hat sie nach Zwischenbestzeit bei einem Sturz im Super-G Nasenbluten sowie leichte Blessuren im Gesicht erlitten. In den Februar-Rennen versöhnte sie sich mit den Rängen acht (Super-G) und elf (Abfahrt) mit der Piste. “Daran, dass man da mal gestürzt ist, darf man nicht denken. Zurückhaltung in einem Rennen macht keinen Sinn, sonst kann man den Startplatz gleich einer anderen überlassen”, hatte Fischbacher am Mittwoch nach dem Training noch gesagt.

Götschl hat dreimal in St. Moritz gewonnen – 1999, 2000 und 2003 jeweils eine Abfahrt – und hat im Schweizer Nobelskiort zahlreiche weitere Podestplätze zu Buche stehen. Der letzte Sieg der Speed-Queen ist bereits ein Jahr und neun Monate her (14. März 2007, Abfahrt Lenzerheide), in der vergangenen Saison war sie bei sechs Podestplätzen ohne vollen Erfolg geblieben. Die 33-Jährige hat nach dem Desaster in Lake Louise wieder ein besseres Gefühl und hofft, dass ihr die vorweihnachtlichen Rennen wieder Selbstvertrauen geben. “Natürlich habe ich meine Erwartungen für St. Moritz”, meinte die Steirerin, ohne diese aber öffentlich näher zu definieren.

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