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Prozess um Höllental-Mord steht vor Urteil

Der Erstangeklagte bekannte sich heute neben der Entführung auch der Todesfolge schuldig.
Bilder vom Prozess

Im Korneuburger Prozess um den sogenannten Höllental-Mord sollten die Geschworenen heute, Dienstag, ein Urteil fällen. Zu Verhandlungsbeginn am 10. Mai hatten sich zwei Angeklagte (53 und 27 Jahre) der erpresserischen Entführung eines Wieners schuldig bekannt, nicht aber des Mordes an dem 57-jährigen Musiker, der – an eine Reckstange gefesselt – massive Schlägen nicht überlebt hatte. Seine Leiche wurde im Höllental (Bezirk Neunkirchen) abgelegt.

“War dabei, als er starb”

Der Erstangeklagte änderte seine bisherige Verantwortung heute dahingehend, dass er an der Todesfolge schuldig sei: “Ich war dabei, als er starb.” Die Mordabsicht bestritt der 53-Jährige. Der Zweitbeschuldigte, ein laut Anklage als Schläger angeheuerter Hobbyboxer (27), blieb dabei, dem Opfer – mit Boxbandagen an den Händen – zwar zahlreiche “Wirkungstreffer”, nicht aber die letzten Schläge versetzt zu haben, und bekannte sich weiterhin des Mordes nicht schuldig. Nach diesen Aussagen begannen die Schlussplädoyers.

Erpressung und Entführung

Ziel des Plans war laut Anklage, Geld von der Mutter des dem Erstangeklagten seit Jahrzehnten bekannten Opfers zu erpressen. Ein dritter Beschuldigter (44) war an der Entführung des Mannes am 4. Mai 2010 an einer Tankstelle in Wien-Donaustadt als Chauffeur beteiligt. In seinem Haus in Mannswörth (Bezirk Wien-Umgebung) sollte der 57-Jährige zum Reden gebracht werden. Bei dessen Martyrium am Dachboden war der 44-Jährige nicht dabei, half dann aber, die Leiche wegzubringen.

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