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Proteste gegen Müll-Deponie Eröffnung in Neapel

Der vom neuen italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi verfolgte Plan zur Bewältigung der Müllkrise in Neapel und Umgebung trifft auf starke Widerstände in der dortigen Bevölkerung. Rund 1.000 Demonstranten versuchten am Freitagabend, den Zugang zu einem Gelände im Nordwesten Neapels zu blockieren, auf dem eine Mülldeponie geplant ist. Drei Demonstranten und sechs Polizisten wurden verletzt.

Aus der Menge der Demonstranten, die sich im Stadtteil Chiaiano versammelten, wurden Steine geworfen, die Polizei setzte Tränengas ein. Drei Personen wurden festgenommen. Den drei Verhafteten wird unter anderem Widerstand gegen die öffentliche Sicherheit und Gewalt vorgeworfen. Weitere drei Personen wurden angezeigt.

Sechs Polizisten wurden bei den Krawallen in der Ortschaft Chiaiano verletzt. Hunderte von Personen belagerten in der Nacht auf Samstag den Eingang zur Deponie. Die Demonstranten versicherten, sie würden ihren Protest gegen die Wiedereröffnung der Deponie fortsetzen.

Chiaiano gehört zu den zehn Standorten, an denen die Müllbeseitigung künftig erfolgen soll. Der mit der Bewältigung der Müllkrise beauftragte Unterstaatssekretär Bertolaso hat eine vollständige Liste jener Standorte veröffentlicht, an denen die neuen Deponien entstehen sollen.

Berlusconi sagte, die Mülldeponien würden künftig wie “Militärgebiete” behandelt und entsprechend abgesichert. Teile des Mülls aus Neapel und Umgebung werden derzeit zur Entsorgung nach Deutschland geliefert. Wochenlang lagerten große Müllmengen in den Straßen, mit den steigenden Temperaturen wurden sie zuletzt zu einer Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung.

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