Profi-Hacker fanden für FBI Software-Fehler bei iPhone

Apple hält nicht viel von den Bestrebungen des FBI
Apple hält nicht viel von den Bestrebungen des FBI
Professionelle Hacker haben laut einem Pressebericht einen Software-Fehler im iPhone entdeckt und so der US-Bundespolizei FBI beim Knacken des Smartphones des Attentäters von San Bernardino geholfen. Wie die "Washington Post" am Dienstag unter Berufung auf informierte Kreise berichtete, bezahlte das FBI die Hacker einmalig für deren Hilfe.

Die Entdeckung des Software-Fehlers habe das Knacken des Handy-Zugangscodes ermöglicht, ohne dass Daten verloren gingen, hieß es. Laut “Washington Post” hätte das FBI keine Probleme gehabt, den vierstelligen persönlichen Zugangscode des Attentäters zu knacken – die Bundespolizei hätte dazu aber eine Einstellung aktivieren müssen, durch die alle Daten auf dem Smartphone gelöscht worden wären. Dank der Entdeckung des Software-Fehlers konnten die Ermittler demnach ein Hardware-Teil herstellen, mit dessen Hilfe der Code geknackt werden konnte, ohne dass die gesamten iPhone-Daten gelöscht wurden.

Attentat als Auslölser der Diskussion

Der Attentäter Sayed Farook hatte Anfang Dezember mit seiner Ehefrau bei einem islamistischen Anschlag im kalifornischen San Bernardino 14 Menschen erschossen, ehe das Paar von der Polizei bei einem Schusswechsel getötet wurde. Das US-Justizministerium versuchte seit Mitte Februar, Apple zur Entschlüsselung des iPhones zu zwingen – mit der Begründung, dies könne möglicherweise wichtiges Beweismaterial ans Licht bringen.

Apple fürchtet Präsidenzfall

Apple weigerte sich jedoch trotz einer gerichtlichen Anordnung, den Ermittlern zu helfen. Das Unternehmen sah die Gefahr, dass ein Präzedenzfall geschaffen werden solle, um generell den Zugriff der Sicherheitsbehörden auf iPhones zu erleichtern. Ende März verkündete die US-Regierung dann, das FBI habe das Smartphone geknackt und benötige die Hilfe des Technologiekonzerns nicht mehr.

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